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Unkrautvernichter müssen nicht giftig sein

Lästiges Kraut, das zwischen den Fugen der Terrasse oder den Gehwegplatten wächst, kann sehr störend sein. Der Handel hält für dieses Problem zahlreiche Unkrautvernichter bereit, die nicht immer toxisch sein müssen.

Je nachdem, wo im Garten unerwünschtes Kraut wächst, ist es mehr oder weniger schwer, dieses zu entfernen. Ein immer wieder kehrender Störenfried – besonders auf einer Rasenfläche – ist die Quecke. Man kann sie natürlich ständig versuchen mechanisch – also durch Herausreißen – zu entfernen, ist aber sehr mühsam, da es ein Wurzelunkraut ist. Hier sollte man sich dann doch einen Unkrautvernichter besorgen. Bei der Anwendung von Herbiziden, insbesondere bei sogenannten Allroundern, ist jedoch meist zu beachten, dass sie nicht an versiegelten Flächen, wie zum Beispiel mit Splitt bedeckten Wegen, angewendet werden dürfen.

Ein weiteres Problem kann mit Herbiziden auftreten, wenn sie auf Beeten mit Nutzpflanzen aufgetragen werden, insbesondere, wenn man ansonsten Wert auf eine kontrolliert biologische Ernährung legt. Daher sollte man sich vor dem Kauf der Unkrautvernichter genauestens beraten lassen oder die Packungsbeilage aufmerksam studieren. In der Regel finden sich hier alle Hinweise, die für die Anwendung relevant sind.

Doch Gifte in Form von Herbiziden sollten immer der Weisheit letzter Schluss bleiben. Im gut sortierten Fachhandel finden sich auch häufig flüssige Produkte, deren Inhaltsstoffe biologisch abbaubar sind und somit auch nicht Boden und Grundwasser belasten. Auch auf das Verwenden von vielleicht noch vorhandenen Produkten, die möglicherweise seit Jahren im Keller liegen, sollte man verzichten. Nicht nur, dass die Haltbarkeit wahrscheinlich abgelaufen ist, sondern auch die Gesetze über die Zulassung zahlreicher Inhaltsstoffe von Pflanzenschutzmitteln haben sich in den letzten Jahren erheblich verändert.

Eine absolut umweltfreundliche Unkrautvernichtung kann dabei mit einem sogenannten thermischen Vernichter geschehen. Das Gerät, das wie eine längliche Röhre aussieht, wird ein paar Zentimeter über dem Boden über das Unkraut geführt. Durch die Hitzeentwicklung werden die Eiweißstrukturen der Pflanze zerstört und sie stirbt ab. Anschließend kann man sie einfach wegfegen. Diese Methode ist nicht nur äußerst effektiv, sondern verschafft mindestens für acht Wochen Ruhe in Sachen Unkraut zupfen.

Zur Prävention empfiehlt sich auch eine lichtundurchlässige Unkraut-Hemmfolie, die sich besonders bei Kulturpflanzen bewährt hat.

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