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Der Flaschenzug – kraftsparendes Arbeiten

Der Flaschenzug wird als relativ einfache Maschine genutzt, die physikalische Gesetze nutzt und damit eine Reduzierung des Kraftaufwandes zur Bewegung von Lasten erreicht. Hier wird mit Rollen und Seilen gearbeitet.

Der Flaschenzug arbeitet als eigentlich recht simpel gestaltete Maschine mit Rollen und Seilen, erzielt dabei aber bei der Bewegung von Lasten wirkliche Erleichterung für den Menschen. Der Flaschenzug arbeitet dabei ähnlich wie ein Kettenzug, allerdings ist hier – wie der Name schon vermuten lässt – die Kette anstelle der Seile im Einsatz. Der Flaschenzug kann sehr einfach aufgebaut sein, indem eine Kraftverteilung durch die Umlenkung der zu bewegenden Gewichte auf verschiedene Rollen erzielt wird, allerdings kann er auch sehr kompliziert gestaltet sein. Hier sind dann beispielsweise Scheren zu einem Block zusammengefasst, die eine Bewegung von sehr schweren Lasten erzielen, ohne dass viel menschlicher Kraftaufwand erforderlich ist.

Der Flaschenzug ist in seinem Funktionsaufbau mindestens aus einer, eher aber aus zwei oder sogar mehreren Rollen beziehungsweise Scheiben aufgebaut. Dabei gilt die Regel: je mehr Scheiben oder Rollen, desto geringer der Kraftaufwand für die zu bewegende Last. Dazu gehört jeweils das Seil, das auf die jeweiligen Rollen beziehungsweise Scheiben aufgebracht ist und letztlich die Lastenverteilung erzielt. Der Flaschenzug war in der Seefahrt schon lange gebräuchlich, allerdings hatte er hier seine Bezeichnung als Talje. Seinen Namen hat der Flaschenzug aufgrund der Tatsache, dass die Rollen oder auch Scheiben in der Vergangenheit als Flaschen bezeichnet wurden. Dieser Begriff für den Flaschenzug ist im 18. Jahrhundert im Zusammenhang mit den Webmaschinen entstanden, denn hier waren auch Spannrollen verarbeitet, die ähnlich dem Flaschenzug aufgebaut waren und die als Flaschen bezeichnet wurden.

Die Idee, eine Kraftreduzierung beim Bewegen von Gegenständen zu erzielen, bestand schon in der Antike, denn die Gesetze des Hebels waren zu dieser Zeit schon bekannt. Der erste Nachweis im Hinblick auf die Nutzung eines Flaschenzuges ist aus dem Jahr 970 vor Christus bekannt. Die alten Römer nutzten den Flaschenzug, um ihre Arenen errichten zu können. So konnten damals schon ohne weiteren maschinellen Einsatz von den Mannschaften Steinblöcke mit einem Gewicht von bis zu sieben Tonnen bewegt werden. Auch die Obelisken auf dem Petersplatz in Rom verdanken ihren Standort seit 1586 der Nutzung des Flaschenzuges und dieses Gerät wurde bis zum Jahr 1861 in seiner Funktionsweise nicht mehr verändert. Die Erarbeitung des Differentialflaschenzuges brachte eine Effizienzsteigerung für den Flaschenzug.