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Doppelhaus bauen: Konditionen und Sparmöglichkeiten

Wer sich am Bau eines Doppelhauses beteiligt, um anschließend eine Hälfte zu beziehen, der kann im Vergleich zu einem Einzelhaus eventuell einiges an Planungs- und Baukosten einsparen.

Wenn zwei Bauherren gemeinsam einen Architekten beauftragen und gemeinsam ein Bauunternehmen, wird ein Doppelhaus gegebenenfalls günstiger in der Gesamtfinanzierung als ein Einzelhaus. Schließlich sind die beauftragten Handwerker, Dienstleister usw. stets mit derselben Baustelle befasst. Werden die anfallenden Grundkosten auf zwei Schultern verteilt, können sich daher Synergie- und Effizienzvorteile einstellen. Darum ist der Bau einer Doppelhaus-Hälfte gegebenenfalls preiswerter.

Allerdings muss der einzelne Häuslebauer auch erst einmal einen geeigneten Partner für die Durchführung des Hausbaus finden. Nach der Fertigstellung lebt man dann in der Regel auf Jahre hinaus Wand an Wand. Ein gedeihliches Auskommen ist dabei ebenso wünschenswert, wie ein Partner gefunden werden muss, mit dem man die ungefähren Vorstellungen zur Größe, Aussehen und Finanzvolumen teilt. Denn bei anstehenden Planungsfragen muss man sich auf eine gemeinsam getragene Lösung verständigen. Ein Doppelhaus-Bau erfordert daher besondere Vorbereitungen für alle Beteiligten. Einen Vorteil kann es dabei vielleicht darstellen, wenn man auf eine Fertighauslösung zurückgreift, bei der die Eckdaten der Baudurchführung bereits feststehen. Dann muss man sich nur anschauen, dass die geplante Architektur in etwa zu den eigenen Präferenzen passt, und muss sich nicht erst an deren detaillierte Entwicklung machen. Auch der jeweilige Baupartner weiß dann von Beginn an, worauf er sich einlässt. Differenzen oder Streitigkeiten über die konkrete Hausgestaltung können dabei gar nicht erst entstehen. Andererseits ist man in diesem Fall aber eben auch hinsichtlich der Raumaufteilung, Hausgröße usw. festgelegt. Welche spezifischen Vorteile oder Nachteile jeweils schwerer wiegen, bleibt hier natürlich jedem Bauherrn selbst anheimgestellt.

Ein Doppelhaus zu bauen, bietet daher insgesamt betrachtet zwar unterschiedliche Einsparmöglichkeiten ist aber zugleich auch mit gewissen Einschränkungen verbunden. Wer sich über die Unterschiede im Einzelnen Klarheit verschaffen will, der sollte eventuell einmal alternativ eine Vergleichsberechnung für ein Einzelhaus anstellen. Dabei lässt sich dann ganz gut herausfinden, was ein solches Haus in vergleichbarer Größe und Durchführung kosten würde. Auch welche Einzelfragen wie entschieden würden, kann man sich bei einem solchen Modellentwurf überlegen. Auf diese Weise stellt sich dann unter Umständen auch zugleich heraus, was einem beim Hausbau wirklich wichtig ist und welche Aspekte eher unter den Tisch fallen können. Das kann eine gute Übung sein, um sich für die Planungen an einem Doppelhaus darüber klar zu werden, wo man zu Kompromissen bereit ist und wo eher nicht. Auf diese Weise lassen sich dann auch persönliche Kriterien aufstellen, in welchen Fällen man ein gemeinsam zu planendes Doppelhaus bereit ist mitzutragen oder an welchem Punkt man aus einem angefangenen Projekt vielleicht auch wieder aussteigt.

Ein Hausbau ist meist auf die gesamte Lebenszeit angelegt und soll für mehrere Jahrzehnte den neuen Wohnsitz bereitstellen. Bei einem derart weitreichenden Projekt ist es sicher angebracht, besondere Sorgfalt walten zu lassen. Bauherren sollten sich daher für die Entscheidung die gebührende Zeit nehmen und keine voreiligen Beschlüsse fassen, die sie im Nachhinein vielleicht über Jahre hinweg bereuen.

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