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Alte Holzfenster – schön, aber der Pflege bedürftig

Alte Holzfenster findet man heute nur noch selten. Sie müssen schon sehr alt sein; die Vorkriegs- und Nachkriegsprodukte waren meist nur funktionell und nicht so schön wie die Fenster aus dem 19. Jahrhundert.

Holz war bis in die 1960er Jahre der vorherrschende Baustoff für Fensterrahmen und -flügel ebenso wie für Türen in Mitteleuropa. Stahl- oder Aluminiumfenster blieben den Industrie- und Bürobauten vorbehalten; sie sind auch in den südlichen Gebieten zu finden, wo es nicht auf eine gute Wärmeisolierung ankommt, dabei aber wegen der hohen Luftfeuchtigkeit oft mit Schwitzwasser zu rechnen ist. Da hat das Holzfenster Nachteile. Ab den 1960er Jahren trat das Kunststoff-Fenster seinen Siegeszug an. Kunststoff isoliert nicht nur gut. Er ist vor allem auch pflegeleicht und muss nicht wie Holz regelmäßig gestrichen werden. Zwar erreichten die ersten Fenster aus PVC – Profilen nicht die Qualität heutiger Fenster. Heute ist Doppel- oder Dreifach - Verglasung üblich. Die starke Verbreitung der Kunststoff-Fenster hat auch dazu geführt, dass nicht nur bessere, haltbarere und vor Verzug sichere Profile entwickelt wurden, sondern auch der Optik Genüge getan wird. Ein Fenster aus Profilen mit Holzmaserung ist nur aus der Nähe von einem echten Holzfenster zu unterscheiden. Ebenso gibt es auch Sprossenfenster aus Kunststoff – neben allen möglichen Fensterformen, die nicht nur aus Holz, sondern auch aus Kunststoff gefertigt werden können. PVC – Fenster sind deshalb ideal zum Ersatz für alte Holzfenster.

Dieser Ersatz sollte natürlich so lange wie möglich hinausgezögert werden. Es gibt auch heute noch Schreiner und Fensterbauer, die ein Holzfenster bauen, und so ein in die Jahre gekommenes, nicht mehr dicht schließendes oder gar verrottetes Fenster durch ein neues ersetzen können. Wenn alte Holzfenster noch dicht schließen und ausreichend isolieren, sollte man ihnen die Pflege zukommen lassen, die sie brauchen. Dazu gehört das regelmäßige Streichen. Nicht nur der Regen, sondern auch die Sonne setzt der Farbe und dem Holz zu. Wenn nicht richtig gepflegt wird, wird auch das beste Holz mit der Zeit zunächst rau und unansehnlich, bevor es schließlich die Dichtigkeit verliert oder sich gar so verzieht, dass es nur mit Gewalt geöffnet und geschlossen werden kann. Dann ist Ersatz angezeigt, sonst besteht die Gefahr, dass bei einem zu heftigen Ruck die Scheibe zu Bruch geht.

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