Die finnische Saunakabine muss aus natürlichem Holz bestehen

Eine original finnische Saunakabine zeichnet sich dadurch aus, dass sie in Blockbohlen-Bauweise aus Kiefern- oder Fichtenholz besteht. Moderne Saunen sind auch zu einem großen Teil verglast.

Die traditionelle finnische Saunakabine stammt in ihrer ursprünglichen Form aus Finnland und wird daher als finnische Blockbohlen-Sauna bezeichnet. Sie wird tatsächlich in Blockbohlen-Bauweise aus Kiefern- oder Fichtenholz hergestellt, was ihr den typischen Geruch verleiht. Die Stärke der Holzbohlen, die beim Bau einer Saunakabine eingesetzt werden, können sich deutlich voneinander unterscheiden. Je dicker die Bohlen sind, umso größer ist die Dämmwirkung und umso höher ist auch der Preis der Sauna. Auch die Inneneinrichtung der Sauna besteht fast vollständig aus Holz. Dort sind je nach Größe der Sauna an einer oder zwei Wänden stabile Holzlatten-Bänke fest installiert. Holzkeile liegen lose auf den Bänken und erlauben eine bequeme Liegeposition. Auch Leuchten und andere Ausstattungen in der Sauna werden traditionell aus Holz hergestellt. Lediglich der Saunaofen besteht heutzutage aus Metall und wird elektrisch betrieben.

Der Saunaofen ist so gestaltet, dass er mit Steinen bedeckt ist, über die der Sauna-Aufguss erfolgt. Zu diesem Zweck wird Wasser, dem häufig ätherische Öle aus Fichte, Eukalyptus und Minze beigefügt werden, über die erhitzten Steine gegossen und verdunstet sofort innerhalb der Kabine. In einer traditionellen finnische Saunakabine, wie man sie in großen Wellness-Bädern oder Sauna-Anlagen häufig noch findet, wird die Wärme durch ein Holzfeuer in einem verglasten Kamin erzeugt. Die finnische Saunakabine kann quadratisch, rechteckig, dreieckig oder mehreckig sein. Für den Einsatz in privaten Wohnhäusern werden besonders platzsparende Modelle angeboten, die häufig relativ preiswert in Baumärkten oder im Versandhandel erhältlich sind. Vielfach werden auch spezielle Sauna-Gartenhäuser verwendet, deren Einsatz sich besonders dann anbietet, wenn im Haus nicht genügend Platz für eine Sauna vorhanden ist.

Während des Sauna-Betriebs betragen die Temperaturen in der Saunakabine zwischen achtzig und hundert Grad Celsius. Je niedriger die Luftfeuchtigkeit ist, umso höher kann die Temperatur sein. Wer aber das Saunieren mit dem reinigenden und gesundheitsfördernden Aufguss bevorzugt, sollte nicht eine so hohe Temperatur wählen, da feuchte Luft sich wärmer anfühlt, als trockene.

Inhalt

Rubriken