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Thermoskannen halten die Wärme, wo sie hingehört!

Thermoskannen gibt es seit langem. Dennoch gibt es riesengroße Qualitätsunterschide, die man nur erkennt, wenn man auch das Prinzip, nach dem diese Isoliergefäße arbeiten, versteht.

Viele Dinge im Leben hängen von der Temperatur ab - auch Lebensmittel, weshalb der Mensch schon immer nach Möglichkeiten suchte, Lebensmittel warm oder kalt zu halten. Aus primitiven Anfängen mit einem feucht gehaltenen Tongefäß in dessen Inneren es wegen der Verdampfungswärme kälter war, als die Umgebung, wurde der Kühlschrank - oder die Thermoskannen.

Die Thermoskannen oder auch Isolierkannen, wie sie korrekter Weise genannt werden sollten, sind ein ausgeklügelte Warm- beziehungsweise Kalthaltesysteme. Sie sind so konstruiert, dass sich die Temperatur im Inneren so lange wie möglich nicht an die Außentemperatur angleichen kann. Dafür unterbindet man nach Möglichkeit den Wärmetransport zwischen Innen und Außen.

Wärme kann sich auf drei Wegen ausbreiten. Die meiste Wärme einer "Thermosflasche" geht durch Konvektion verloren. Dabei erwärmt sich Luft, die das Gefäß umgibt und steigt wegen ihrer kleineren Dichte auf, sodass neue, kalte Luft an das Gefäß kommt. Nach diesem Prinzip der Konvektion arbeitet auch die Heizung. Eine weitere Möglichkeit ist die Wärmeleitung. Dabei wird, wie der Name schon sagt, Wärme über die Verankerung des Innengefäßes nach außen geleitet. Die letzte Möglichkeit des Wärmeaustauschs ist die Wärmestrahlung. Sie findet in Form von elektromagnetischen Wellen - ähnlich dem sichtbaren roten Licht - statt. Sie ist auch der Grund, weshalb die Wärme der Sonne auf die Erde gelangt. Im Weltraum gibt es ja keine Luft und kein anderes Medium, dass die Wärme per Wärmeleitung oder Konvektion übertragen könnte.

Gute Thermoskannen bestehen aus drei Schichten. Zwei Glasschichten deren Zwischenraum ein Vakuum ohne Luft ist und eine Plastik- oder Edelstahlschicht, die das Gefäß im Inneren schützt. Das Vakuum verhindert die Konvektion und Wärmeleitung. Wo nichts ist, kann auch nichts erwärmt werden. Der einzige Weg der Wärmeleitung ist über den Verschluss. Die Wärmestrahlung wird minimiert, indem man die Wände der Kanne mit einer dünnen Silberschicht überzieht, sodass die Stahlung, wie bei einem Spiegel reflektiert wird.

Natürlich findet immer noch ein Wärmeaustausch statt, weil man kein vollständiges Vakuum erreicht und weil man nicht die komplette Wärmestrahlung verhindern kann, denn auch der Spiegel wird warm und strahlt seinerseits. Dennoch kann man Flüssigkeiten in guten Isoliergefäßen mehrere Tage warm halten.