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Mietminderung bei Wasserschaden - Was ist zu beachten?

Wenn ein Wasserschaden auftritt, wird der Mieter meist binnen kürzester Zeit mit Reparaturen und anderen Belastungen konfrontiert. Nur die wenigsten wissen über die eigenen Rechte Bescheid und machen diese geltend.

Das eigene Heim zählt zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. In den eigenen vier Wänden richtet man sich gemütlich ein, um sich darin wohl und geborgen zu fühlen. Ist das traute Heim aber bedroht und die Existenz gefährdet, läuten bei den meisten von uns die Alarmglocken.

Ein Wasserschaden gehört wohl zu den am meisten gefürchteten Schäden. Diesem kann man meist auch nur bedingt vorbeugen. Zudem nehmen Schäden durch Wasser meist ein erhebliches Ausmaß an. Da die Wasserrohre zum Gebäude an sich gehören, ist es die Pflicht des Vermieters, diese instand zu halten. Die Pflicht zur Reparatur liegt demzufolge eindeutig beim Eigentümer und nicht beim Mieter. Dennoch entsteht dem Mieter während der Reparaturarbeiten ein gewisser Schaden in Form einer verminderten Wohnqualität. Für diesen Zeitraum kann der Mieter eine Mietminderung bei Wasserschaden beantragen. Ein Sachverständiger muss den Schaden zunächst einmal schätzen. Anschließend wird die dadurch entstandene Wertminderung der Wohnung festgestellt. Diese kann dann im Endeffekt, wenn sie gerechtfertigt ist, zu einer Mietminderung bei Wasserschaden führen.

Die Bestimmungen hinsichtlich einer möglichen Mietminderung bei Wasserschaden sind im Mietrecht festgelegt. Die Einforderung einer Mietminderung muss in erster Linie immer auf schriftliche Weise und mit einem Gutachten eines Sachverständigen erfolgen. Sollte der Vermieter einer Mietminderung nicht zustimmen, kann man sich an den Mieterschutzverband wenden. Dieser fordert bei Bedarf den Vermieter nochmals auf schriftlichem Wege auf, der Mietminderung nachzukommen. Kommt der Vermieter dieser Aufforderung weiterhin nicht nach, hat der Mieter zwei Möglichkeiten. Er kann entweder die Monatsmiete zurückzuhalten, bis der Schaden behoben ist. Oder aber er reicht eine fristlose Kündigung ein. Beides ist ohne Zustimmung des Vermieters möglich und gesetzlich verankert.

In der Praxis ist eine Mietminderung bei Wasserschaden in der Regel Vereinbarungssache. Sollte es zu einem Streitfall kommen, ist der Mieter meist im Nachteil. Wichtige Informationen erhält man jedoch beim Mieterschutzbund.