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Renovieren – was muss und was kann?

In manchen Verträgen für Mietwohnungen ist ein Renovieren verschiedener Räume zu festgelegten Zeiten vertraglich festgehalten. Dies fällt in der Regel unter die Klausel „Schönheitsreparaturen“.

In der letzten Zeit herrscht oftmals ein großes Maß an Verwirrung, wenn es um das Thema Renovieren in Mietwohnungen geht. Wenn früher häufig ein Renovieren der Immobilie bei Auszug verlangt wurde, so hat die Rechtsprechung in Person des BGH 2007 diesen Passus in einem Mietvertrag als unwirksam erklärt. Doch das heißt nicht, dass überhaupt nicht mehr renoviert werden muss. Als angemessen wird beispielsweise betrachtet, dass die Wohn- und Schlafräume sowie der Flur alle fünf Jahre neu gemacht werden sollen. Für die Küche und Bäder ist ein Abstand von drei Jahren vorgesehen. Diese können durchaus auch vom Mieter erbracht werden. Klauseln, die in einem Mietvertrag vorsehen, dass diese Reparaturen nur von einem Fachbetrieb durchgeführt werden dürfen, sind dabei ebenfalls als unwirksam zu betrachten. Gleichfalls kann vom Eigentümer auch nicht verlangt werden, dass der neue Mieter sich dabei an die Abstände hält, die vom Vormieter vorgegeben wurden. Die Zeitspannen beginnen mit jedem Mietvertrag neu.

Zum Renovieren selber gehören dabei Maler- und Tapezierarbeiten, die nahezu jeder mit einem bisschen handwerklichen Geschick zustande bringen kann. Instandhaltungsmaßnahmen, wenn beispielsweise der Seilzug der Rollos gerissen ist, fallen nicht in diesen Bereich, sondern sind vom Vermieter zu erbringen. Das Gleiche gilt auch für das Streichen der Fensterrahmen oder die Imprägnierung von Holzwerk auf einem Balkon.

Hat man sich jedoch einmal zur Neugestaltung der Wohnräume entschlossen, hält der Markt dafür zahlreiche Möglichkeiten bereit. Allein Muster und Farben von Tapeten gibt es in unüberschaubarer Zahl. So hat jeder die Möglichkeit, seine vier Wände nach seinem ganz eigenen, individuellen Geschmack zu gestalten. Natürlich gibt es auch in regelmäßigen Abständen immer wieder neue Wohntrends und wer die Abwechslung mag, erhält hier jede Menge Ideen und Anregungen.

Bevor man jedoch den Pinsel oder den Hammer in die Hand nimmt, sollte man darauf achten, dass die verwendeten Materialien auch für Innenräume zugelassen sind und keine schädlichen Stoffe an ihre Umgebung abgeben. Oftmals erkennt man ein umweltverträgliches Produkt an dem blauen Umweltengel auf der Verpackung. Besonders Kinder reagieren auf manche aggressiven Bestandteile in Farben und Lacken mit Allergien, die sich auf der Haut oder auch in einer Beeinträchtigung der Atemwege zeigen kann.

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