DAX+0,90 % EUR/USD+0,04 % Gold+0,16 % Öl (Brent)+0,51 %

Anlaufstrombegrenzer für Leistung und Sicherheit

Statt an den Sicherungen zu manipulieren, kann auch auf andere Art die Leistung des abnehmbaren Stromes aus der Dose erhöht werden. Der Anschluss von Hochleistungsmaschinen ans Stromnetz verlangt eine zusätzliche Dose.

Ein Spannungsbegrenzer ist dann die beste Möglichkeit, wenn ein Gerät betrieben werden soll, das die Kapazitäten des Stromnetzes überlastet. Theoretisch kommt aus der Steckdose zwar immer der gleiche Strom, doch ist die Stromleistung aus Sicherheitsgründen in den meisten Haushalten auf ca. 6 Ampere beschränkt.

Natürlich gibt es eigens für stromintensive Geräte spezielle Steckdosen und Stromverbindungen. Über solche verfügen aber zum Großteil nur Betriebe, die von vornherein mit Starkstromgeräten arbeiten und daher auch die nötigen Stromanschlüsse besitzen. Für den Privatverbraucher, der nur ab und an, meist zufällig, mit dem Fall einer Spannungsbegrenzung für sein neu angeschafftes Gerät konfrontiert wird, lohnt sich die Aufrüstung auf Starkstromsteckdosen nur selten.

Unter Heimwerkern, die gerne auch mal mit leistungsstärkeren Maschinen umgehen, sind deshalb viele Tipps und Tricks in Umlauf, um die ungeliebten Netzüberspannungen zu vermeiden. Wird ein Gerät an einer herkömmlichen Stromsteckdose betrieben, das einen bestimmten Verbrauch übersteigt, steigt die Spannung aus der Steckdose besonders zum Zeitpunkt des Einschaltens des Geräts, sprunghaft an. Das Ergebnis ist meist, dass die Sicherung reagiert und den Stromkreis unterbricht. Es ist also grundsätzlich nicht möglich, solche Geräte und Maschinen an herkömmlichen Heimstromleitungen zu benutzen. Ein Versuch, die Überspannung zu verhindern, ist die Verwendung von überlangen Kabeln, die die Spannung ausgleichen sollen, welche, wenn sie sofort angefordert wird, den Kurzschluss verursacht. Dies mag oftmals ausreichen, um Geräte, die nicht allzu hoch über dem zugelassenen Spannungswert liegen, in Betrieb nehmen zu können. Manipulationen an Stromanlagen können jedoch gefährlich sein und auch die Sicherungen erfüllen einen wichtigen Zweck. Die Gefahr einer Überlastung, der nicht für solche Gerätschaften ausgelegten Stromanlagen, bleibt bestehen und kann dazu führen, dass Anschlussstellen und Leitungen unter der Belastung regelrecht zu schmelzen beginnen.

Die einzige brauchbare Alternative zur Verlegung von Starkstrom stellt daher eine Überbrückungslösung dar. Mit einem Spannungsbegrenzer lässt sich sozusagen eine Starkstromleitung simulieren, die auch den Sicherheitsansprüchen gerecht wird. Spannungsbegrenzer lassen sich in zwei Gruppen unterteilen, die sich nicht nur im Preis, sondern vor allem in der Verarbeitung unterscheiden. Begrenzer für das Handwerk sind in der Regel robuster und besitzen neben dem normalen Steckdosensteckplatz auch einen Anschluss für Geräte, die von vornherein auf Starkstrom ausgelegt sind und deshalb nur mit den bekannten, größeren Steckern ausgeliefert werden. Die Notwendigkeit einer robusten Bauart liegt, wie bereits erwähnt, in der Gefahr des Zerschmelzens der Steckdose und letztlich der Leitungen, die nicht für eine solche Belastung von über 6-10 Ampere ausgelegt sind. Die andere Art der Spannungsbegrenzer ist günstig in der Anschaffung und kann schon ab 10-20 Euro erstanden werden. Meist werden diese Überbrücker direkt in die Steckdose eingesteckt, ohne dass, wie bei den hochwertigeren Geräten, eine Leitung dazwischen das Schmelzen verhindern könnte. Aufgrund der niederen Sicherheit eignen sich solche Begrenzer auch nur für Anlässe, zu denen sichergestellt werden soll, dass die Sicherung nicht rausfliegt, nur weil unzählige Geräte an einer Steckdose hängen.

Inhalt

Rubriken