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Der Rußfilter im Fahrzeug

Seit einigen Jahren ist er in Dieselfahrzeugen immer häufiger anzutreffen: Der Rußfilter. Nicht nur für Unternehmen winkt der Staat mit steuerlichen Vorteilen, lässt man sein Fahrzeug mit einem solchen Filter versehen.

Wer kennt es nicht, das Bild eines rauchenden Diesels, der mitunter auch mal schwarze Abgaswolken aus der Auspuffanlage ausstößt? Sicherlich hat sich dieses Bild in den vergangenen Jahren durch die konsequente Entwicklung und Verbesserung der Dieselmotoren drastisch verändert. Hinzu kam die Einführung der Rußfilter, wie sie umgangssprachlich bezeichnet werden. Der Dieselrußpartikelfilter hat die Aufgabe, die in den Abgasen enthaltenen Rußteilchen so weit wie möglich zu reduzieren. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, denn in der Regel gehören heute diese schwarzen Wolken der Vergangenheit an.

Den Rußfilter gibt es in verschiedenen Funktionsweisen. Grundsätzlich wird zwischen dem sogenannten Wandstromfilter und dem Nebenstromfilter unterschieden. Bei einem Wandstromfilter übernimmt eine poröse Wand innerhalb des Filters die Arbeit. Die Abgase strömen durch diese Wand hindurch, die größeren Rußteilchen bleiben darin hängen. Der Nebenstromfilter verfügt unter anderem über Filterelemente, beispielsweise Vliese, durch die die Abgasströme entsprechend hindurch geleitet werden.

Auch wenn der Partikelfilter gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, wird derjenige, der auch heute noch ohne einen solchen Filter mit dem Diesel unterwegs ist, regelrecht bestraft. Für Dieselfahrzeuge, die nicht nachgerüstet wurden, müssen seit dem 01.01.2007 höhere KFZ-Steuern entrichtet werden. Wer noch bis zum 31.12.2009 sein Fahrzeug umrüstet, kommt in den Genuss einer einmaligen staatlichen Förderung. Allerdings sollte man darauf achten, um was für einen Filter es sich handelt, denn nur die Filter, die der Partikelminderungsstufe nach Anlage XXVI zur Straßenverkehrsordnung entsprechen, werden von stattlicher Seite gefördert.

Erst vor kurzem wurden sogenannte Umweltschutzzonen in vielen Städten in Deutschland eingerichtet. Die Belastung durch den Feinstaub im innerstädtischen Bereich ist hoch. So ist schon lange bekannt, dass der Ruß, der mit den ungefilterten Dieselabgasen an die Umwelt abgegeben wird, zu der Feinstaubbelastung maßgeblich beiträgt. Aus diesem Grund ist die Fahrt in die Innenstadt nur noch mit einem umweltfreundlichen Fahrzeug, das eine zulässige Umweltplakette erhalten hat, erlaubt.

Neue Dieselfahrzeuge sind heute schon serienmäßig mit einem entsprechenden Rußfilter ausgestattet. Ein Nachrüsten älterer Fahrzeuge bedeutet aber neben der steuerlichen Vorteile noch eine deutliche Wertsteigerung beim Wiederverkauf.