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Die Gaswärmepumpe: Kosten, Nutzen und Lösungsansätze

Um das Klima und die Umwelt so weit wie möglich zu schonen, müssen Bauherren beim Neubau die Verwendung von erneuerbaren Energien mit in die Planung einbeziehen. So kommen neue und innovative Technologien zur Anwendung.

Wer sich heute mit dem Gedanken trägt, seinen Traum vom Eigenheim zu realisieren, muss nicht nur einen passenden Baugrund finden. Im Zuge des Umwelt- und Klimaschutzes haben sich in jüngster Vergangenheit einige Änderungen und Gesetze ergeben, die es einzuhalten gilt. So müssen bereits heute Neubauten für die Deckung des Energiebedarfs eines Gebäudes sogenannte erneuerbare Energien verwendet werden. Unter dieser Bezeichnung werden Energiequellen zusammengefasst, die nach menschlichem Ermessen eigentlich unerschöpflich sind. Dazu zählen unter anderem die Solarenergie oder auch die Erdwärme. Das Innere unseres Planeten ist noch so heiß, dass der Kern noch viele Millionen Jahre als Energielieferant genutzt werden kann.

Seit einiger Zeit findet die elektrische Wärmepumpe großen Anklang bei den Bauherren. Die sogenannte Gaswärmepumpe hingegen ist unter den Wärmepumpen ein Nischenprodukt. Während die elektrische Wärmepumpe Strom für den Betrieb des Verdichters benötigt, nutzt die Gaswärmepumpe als primäre Antriebsenergie Gas. Die restliche Energie wird aus der Umweltwärme, die sich im Boden, der Luft und dem Wasser befindet, gewonnen. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei einem herkömmlichen Kühlschrank. Nur geht es in diesem Fall nicht darum, eine entsprechende Kühlung zu erreichen, sondern um die Erwärmung eines Gebäudes. Auch wenn derzeit die Zahl der Gasnetze in Deutschland eher rückläufig erscheint, bietet sich für den zukünftigen Hausbesitzer die Möglichkeit, durch die Verwendung einer solchen Pumpe Kosten in entsprechendem Ausmaß einsparen zu können und dabei noch einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen. Die Umrüstung auf erneuerbare Energien ist aber nicht nur bei Neubauten eine sinnvolle Möglichkeit. Bereits bestehende Häuser können ebenfalls mit den neuen Technologien ausgerüstet werden, um so nicht nur den CO2-Ausstoß zu reduzieren, sondern auch um Kosten in entsprechendem Maße einzusparen. Ohne Einbußen in Sachen Komfort hinnehmen zu müssen, lassen sich mit einer entsprechenden Anlage der Energieverbrauch und somit auch der CO2-Ausstoß um bis zu 30 Prozent senken. Wurde eine Brennwerttechnik auf Heizölbasis verwendet, können die Einsparungen sogar noch höher ausfallen. Je älter die Heizanlage ist, die sich in einem Gebäude befindet, umso größer kann das Einsparpotenzial sein, das damit verbunden ist. In der Regel ist ein Wechsel von Gasbrennwertgeräte zu Gaswärmepumpen ohne Probleme möglich. Es ist möglich, bereits vorhandene Heizungsrohrnetze und auch die Heizkörper weiterhin zu nutzen. Ein Pufferspeicher wird ebenfalls nicht benötigt.

Einige Hersteller der Gaswärmepumpen arbeiten derzeit bereits an der zweiten Generation der Geräte. Es ist also deutlich, Gaswärmepumpen sind eine noch sehr neue und junge Technologie, die vor allem bei der Verwendung für Einfamilienhäuser noch sehr wenig zur Anwendung kommt. Auch die Angebotspalette in diesem Bereich gestaltet sich noch sehr dürftig. Aber nicht zuletzt durch die derzeit geltende Gesetzeslage kann davon ausgegangen werden, dass in den kommenden Jahren die Bandbreite der Offerten deutlich zunehmen wird. Gleichzeitig bringt dies ein Absinken der Investitionskosten, die für eine solche Modernisierungslösung veranschlagt werden müssen, mit sich. Die Gaswärmepumpen stehen heute noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung, bieten aber viel Potenzial.

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