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Durchschnittliche Gaskosten im Vergleich zu Strom

Wie günstig oder teuer Gas in Alternative zu Strom in der Küche oder im Vergleich zu Öl bei der Heizung ist, das sollten Verbraucher am besten in einer konkreten Beispielrechnung ermitteln.

Ob Gas oder eine andere Energiesorte für den Endanwender preiswerter ist, das lässt sich nicht immer pauschal beantworten. Zwar gibt es für bestimmte Einzelanwendungen und Verwendungszwecke ungefähre Richtwerte. Ob die auch beim jeweiligen Gaskunden so zutreffen, ist aber stets eine zweite Frage. So gibt es etwa unter Umständen regionale Unterschiede bei den Kostenrelationen. Wer sich daher für seine Energieentscheidung nach Vergleichsberechnungen im Bundesdurchschnitt richtet, kann auch leicht daneben liegen. Besser ist es allemal, eine Verbrauchsrechnung auf Basis konkreter Zahlen durchzuführen. Eine Hilfe dazu bieten unterschiedliche Online-Rechner.

Zunächst ist für eine aussagekräftige Berechnung notwendig, dass man die eigenen Durchschnittswerte kennt. Die lassen sich etwa der letzten Energierechnung entnehmen und können dann als Rechengrundlage dienen. Die Durchschnittskosten sollte man dann für unterschiedliche Tarifvarianten durchspielen. Erst auf der Grundlage solcher Berechnungen lassen sich dann aussagekräftige Angaben zu den durchschnittlichen Verbrauchswerten machen. Nicht zuletzt ist es für eine generelle Bewertung, wie günstig oder ungünstig Gas im Einzelfalle ist, die Frage ausschlaggebend, ob man damit kochen, heizen oder den Pkw betreiben will. Die jeweilige Effizienzquote und das Preisniveau können sich dabei durchaus unterscheiden. Denn schon in der Anschaffung der jeweiligen technischen Voraussetzungen wie Gaskocher, Gasheizung oder Erdgas-Auto bestehen teilweise beträchtliche Unterschiede. Ausschlaggebend ist dabei außerdem, wie es um die Förderung und Subventionierung bestellt ist. Für Erdgas-Autos gibt es unter Umständen beispielsweise Zuschüsse von Energieversorgern oder vom Staat. Für eine Gesamtbetrachtung ist des Weiteren von Belang, für welche Zeitdauer mit einer Subventionierung der Gaspreise zu rechnen ist. So lässt sich eine abschließende Bewertung, wie teuer Gas für den Endkunden ist, nur unter Einbeziehung ganz unterschiedlicher Faktoren treffen.

Wer sich dabei eher unsicher ist, sollte die Gelegenheit nutzen, bei diversen Energieforen, in den öffentlichen Medien oder bei den Energieversorgern selbst die verschiedenen Optionen im Blick auf mögliche zukünftige Entwicklungen abzufragen. So kann man beispielsweise herausfinden, ob in der eigenen Wohnregion ein weiterer Ausbau des Gasnetzes vorgesehen wird, ob Gastankstellen in ausreichender Zahl vorhanden sind und ob es einen angemessenen Anbieterwettbewerb gibt. Anbieterwettbewerb ist immer gut für den Verbraucher, weil er die Chance auf sinkende Preise birgt. Monopolstellungen hingegen lassen eher prognostizieren, dass die Gaskosten gleich bleiben oder weiter steigen. Durch die entsprechenden Hintergrundinformationen über die Situation der Gasversorgung in einer Region können Verbraucher also zusätzlich wichtige Argumente sammeln, die für die Einschätzung der langfristigen Entwicklung der Gaskosten verwendet werden können. Auch ein Blick auf politische Absichtserklärungen und Meinungsbildungsprozesse ist in diesem Kontext von Bedeutung. Denn über die energiepolitischen Rahmensetzungen werden die Endverbraucherpreise immer maßgeblich mitbestimmt. Wem eine solche umfassende Betrachtung aber eher zu kompliziert und umständlich erscheint, der sollte zumindest eine Vergleichs-Berechnung der Durchschnittskosten auf dem heutigen Stand durchführen.

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