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Ein Schwedenfeuer ist Wärme- und Lichtquelle zugleich

Mit dem Schwedenfeuer kann wertvolle Energie gespart werden. Es dient als Spender von Wärme und Licht und sieht obendrein wunderschön aus. Diese Feuerungsart verbreitet wohlige Wärme und ein gemütliches Flair.

Das Schwedenfeuer wird auch Finnenkerze, Schwedenfackel, ligurische Dachfackel oder russische Baumfackel genannt. In den europäischen Gefilden ist dieser Wärme- und Energiespender jedoch insbesondere unter dem Namen Schwedenfeuer bekannt. Dabei handelt es sich um einen senkrecht stehenden Baumstamm, welcher in der Mitte eingeschnitten ist und zwar mit zwei vertikalen Schnitten. Diese Schnitte werden mittels Motorsäge vorgenommen. Es gibt aber auch die Variante, in der ein Loch entlang der Achse im Stamm gebohrt wird und ein zweites Loch radial in der Höhe der jeweiligen Bodenhöhe, welches für die nötige Luftzufuhr sorgt.

Der Baumstamm wird angezündet mittels leicht brennbaren Materialien und brennt dann stundenlang vor sich hin. Im Fachhandel erhältlich sind die Feuer mit Wachs und Docht, welche sehr leicht zu entzünden sind. Möchte man sein eigenes Feuer machen, kann man auch einen in Öl getränkten Lappen in die Sägeschlitze stecken und so das Feuer entzünden.

Bevor man das Feuer positioniert sollte man auf jeden Fall die Umgebung prüfen. Aufgrund von Funkenflug besteht Brandgefahr und der Baumstamm kann eine immense Hitze entwickeln. Je nach Größe kann das Feuer schon bis zu 5 Stunden oder länger dahinglimmen und die Glut in der Stammmitte wird sehr heiß. Für notwendiges Löschen sollte also vorgesorgt werden.

Diese Form des Lagerfeuers entstammt aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges. Soldaten haben das Schwedenfeuer für ihre Lagerstellen benützt, da es die einfachste und wirksamste Methode für die Erzeugung von Wärme und Licht war. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Lagerfeuer hat es den Vorteil, dass kein Feuerholz zusammengetragen werden muss. Es ist viel kompakter und über eine Fläche verteilt können mehrere Baumstämme aufgestellt werden, das heißt, die Wärme ist nicht so zentral vorhanden, sondern verteilt sich über eine weitere Fläche. Als Nachteil zum Lagerfeuer kann auf jeden Fall der Aufwand gesehen werden. Ein Schwedenfeuer zu erstellen ist hingegen durchaus mit etwas mehr Zeitaufwand verbunden.

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