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Eine Gastherme einbauen kann seine Tücken haben

Gasthermen sind eine Art Durchlauferhitzer, die mit Erdgas arbeiten oder gelegentlich auch andere Verbrennungsgase nutzen, um Trinkwasser zu erwärmen. Beim Einbau sollte man einige Hinweise beachten.

Es gibt verschiedene Methoden, Trinkwasser zu erwärmen oder ein lokales Heizsystem einzurichten. Für einfache und investitionsgünstige Lösungen wählt man meistens Thermen, denn sie sind relativ klein und können flexibel verbaut werden. Allerdings sind Thermen nicht immer eine geeignete Wahl, vor allem hinsichtlich der hohen Brennstoffkosten und der Abhängigkeit vom Brennstoff, bei Gasthermen ist dies in den allermeisten Fällen Erdgas. Ein anderes Problem bietet der Einbau, denn Gasanschlüsse sind noch sorgfältiger zu behandeln als Wasseranschlüsse. Man muss mehrere Sicherheitsbarrieren und -hinweise beachten, damit es nicht zu gefährlichen Situationen im Haushalt kommen kann. Denn wenn Gasleitungen undicht werden oder bestimmte Verbindungen nicht stoffdicht abschließen, kann das unter Druck stehende Gas in den Wohnraum austreten und sich leicht entzünden. Die Folge sind nicht selten Explosionen Todesfolge. Diese Hausunfälle mit Gasanschlüssen kommen gar nicht so selten vor. Dennoch sind die modernen Thermen und Leitungssysteme mit einigen inhärenten Sicherheitssystemen ausgestattet, die bei den ersten Modellen noch vernachlässigt wurden. Daher ist auch der Einbau der Gasthermen nicht mehr so kritisch, wie er es noch vor einigen Jahren war.

Man sollte im Zweifelsfall aber immer einen Experten die wichtigsten Anschlüsse auslegen lassen, denn als Laie macht man trotz allem manchmal folgeschwere Fehler, schon weil man nicht das passende Werkzeug hat. Eine gute Rohrzange ist für den Anschluss der Therme unerlässlich, ebenfalls sollte man sich mit Flanschverbindungen und der Gefahr des Verkantens bei Verbindungen mit mehreren Schrauben auskennen. Selbst wenn eine Dichtungsschicht zwischen die Verbindung gelegt wird, muss diese extrem fest sein, damit sich die Flanken des Gewindes oder berührenden Teile gegeneinander pressen. Wenn die Dehnung aber zu groß wird, kommt es zu einem leichten Fließen des Materials, und es kann vorkommen, dass die Bindung sich durch das Kriechen des Stahls lockert. Man spricht beispielsweise bei Schraubverbindungen vom Setzen, also der Verlängerung der Schraube durch zu festes Anziehen. Die Schrauben können ebenfalls ganz abgetrennt werden, wenn man es mit dem Anziehen übertreibt.

Ob die Anschaffung einer Gastherme lohnenswert ist, kann man sich von Heizungstechnikern ausrechnen lassen. Der Einsatz verschiedener Heizlösungen für Trinkwasser und des Raumheizsystems kann bei den jährlichen Heizkosten einen großen Unterschied ausmachen. Mit anderen Worten: Wenn man für ein Haus oder eine Wohneinheit das passende System auswählt, kann man viel Geld sparen. Thermen haben den Vorteil, dass sie klein und flexibel sind und nur dann anspringen, wenn man warmes Wasser benötigt. Falls man aber relativ viel Trinkwasser für mehrere Personen täglich erwärmen muss, lohnen sich eher ein Wärmespeicher und ein großer Brenner, der gleichzeitig das Heizsystem der Wohnräume übernimmt. Zudem kann man damit die Bildung von Legionellen gegebenenfalls besser kontrollieren und verhindern, weil einfach höhere Temperaturen herrschen. Bevor man sich eine Gastherme zulegt, ist die Kalkulation der Heizlast prinzipiell sinnvoll.

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