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Funk Heizkörperthermostat - Innovation zum Sparen?

Ein Funk Heizkörperthermostat ersetzt das herkömmliche Thermostatventil am Heizkörper. Es lässt sich per Fernbedienung steuern und bietet auch zusätzliche Funktionen wie zeitabhängiges Temperieren pro Heizkörper.

Traditionell wird die Gebäudeheizung heute noch immer zentral am Heizkessel vorgenommen. Eine moderne Steuerung regelt die Heizwassertemperatur abhängig von der Außentemperatur, der gewünschten Tagestemperatur, der Nachtabsenkung und sogar im Sommer anders als im Winter. Jeder Heizkörper verfügt zwar über ein Thermostatventil und kann einzeln gesteuert werden. Doch ist es mühsam, den Heizkörper täglich auf die notwendige Temperatur einzustellen. Meist wird dies unterlassen, so dass auch Räume geheizt werden, ohne dass ein Bedarf dafür besteht. Ein Funk Heizkörperthermostat könnte diese Feinsteuerung erleichtern.

Es wird einfach anstelle des bisherigen Thermostats am Heizkörper angebracht.

Anstelle der pauschalen Regelung am Heizkessel kann jetzt jeder Heizkörper und damit jeder Raum einzeln geregelt werden. Am Regelgerät, das dem am Heizkessel ähnelt, können die Heiz- und Absenktemperaturen für jeden Tag individuell eingestellt werden. Auch Urlaubs- und Partyfunktionen (dauernde Absenkung bis zum vorgegebenen Zeitpunkt, Aufhebung der Nachtabsenkung während der Party) lassen sich pro Raum einstellen. Die raumbezogene Regelung berücksichtigt auch die Intensität der Sonneneinstrahlung; dies erledigt aber auch schon das bisherige Thermostatventil. Zusätzlich können auch Funk-Fensterkontakte integriert werden, damit nicht die Regelung durch ein offenes Fenster ad absurdum geführt wird.

Ein Funk Heizkörperthermostat hat den Vorteil, dass zwischen Heizkörper und Steuergerät kein Kabel gezogen werden muss. Allerdings darf kein anderes Funknetz dem Heiz-Funknetz in die Quere kommen. Dies kann durch entsprechende Codierung der Sende- und Empfangsgeräte verhindert werden. Da die Reichweite der Funksignale begrenzt ist, kommen ohnehin nur Funknetze in der näheren Umgebung als eventuelle Störquelle in Frage.

Wer kein gewiefter Bastler ist - die Einzelteile der Anlage sind im Fachhandel, aber auch bei Internet-Händlern zu bekommen - , wird sich eine derartige Anlage vom Fachmann einbauen lassen. In jedem Falle gilt es zu überlegen, ob der Aufwand die zu erwartende Einsparung rechtfertigt. Wer sich um die einzelnen Heizkörper kümmert, wird wohl kaum 30 % einsparen können.