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Hausgemachte Bio-Energie aus der eigenen Solaranlage

Man kann die Sonne direkt auf dem Hausdach in Strom oder Wärme umwandeln. Dafür gibt es mehrere Arten von Solaranlagen - jede mit ihren eigenen Vorteilen, Nachteilen und besonderen Eigenschaften

solaranlage
Foto: © hlhering / http://www.pixelio.de

Man munkelt, dass die Kriege der Zukunft weder um Reichtümer, noch aus Völkerhass oder wegen verrückter Diktatoren ausgefochten werden, sondern um Energie - genauer gesagt, um die knapp gewordenen Energieträger. Da ist es durchaus praktisch, wenn man ein Stück vom größten und obendrein kostenlosen Energielieferanten auf dem eigenen Hausdach nutzen kann: Die Sonne. Was man dafür braucht ist eine Solaranlage. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Solaranlagen.

Die thermische Solaranlage erzeugt Wärme. Dafür leitet man eine Trägerflüssigkeit, die spät siedet und viel Wärme speichern kann, durch sogenannte Kollektoren. Das sind schwarze Kästen mit einer Glasabdeckung, die in Rohren von der besagten Flüssigkeit durchflossen werden. Die schwarze Farbe absorbiert das meiste Sonnenlicht und gewährleistet, dass insbesondere die infrarote Wärmestrahlung optimal genutzt wird, während die Glasplatte dem Licht zwar erlaubt, hineinzukommen, es aber nicht mehr heraus lässt. In etwa so, wie beim Treibhaus. Die Flüssigkeit durchfließt dann, immer noch in Rohre gesperrt, einen Tank mit Wasser, das die Wärme aufnimmt. Eine Pumpe befördert die kalte Trägerflüssigkeit zurück in den Kollektor und der Kreislauf beginnt von vorne. Das Wasser im Tank dient dann als Warmwasser oder Heizung.

Das Gegenstück zur thermischen Solaranlage ist die Photovoltaikanlage, bei der Solarzellen statt Sonnenkollektoren auf das Dach montiert werden. Sie bestehen aus zwei hauchdünnen Halbleiterschichten, die einfallende Sonnenstrahlung direkt in elektrischen Strom umwandeln. Der Strom kann in dieser Form aber nicht genutzt werden und muss vorher zur Stabilisierung in einer Batterie zwischengespeichert, auf höhere Spannung transformiert und in Wechselstrom umgewandelt werden. Dabei entstehen so hohe Verluste, dass der anfängliche Wirkungsgrad der Solarzelle von circa 17 Prozent weiter, auf maximal 15 Prozent, absinkt. Dafür kann man den Strom auch ins öffentliche Stromnetz einspeisen, sodass der Zähler im wahrsten Sinne des Wortes rückwärts läuft. Solarzellen haben, je nach Fabrikat, eine begrenzte Lebenszeit von ungefähr zwanzig Jahren.

In unseren Breiten dauert es ungefähr sieben Jahre, bis eine Solaranlage die Anschaffungskosten einspart. Erst dann verdient man Bares geld. Und wenn bei einem Stromausfall alles im Dunklen sitzt und wenn man dann als einziger in der Siedlung noch Strom aus der eigenen Batterie hat, ja, dann lacht das Männerherz.