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Holzpellets – der umweltfreundliche Brennstoff

Holzpellets liegen als Brennstoff voll im Trend, weil sie eine gute Heizleistung haben und durch das CO2-neutrale Verbrennen dennoch umweltverträglich sind.

Mit nur einem Kilogramm Holzpellets kann man die gleiche Heizleistung erreichen, wie man sie beim Einsatz von fünf Kilowattstunden Strom erzielen kann. Setzt man sie mit dem Brennwert von Heizöl gegenüber, kann die Heizleistung von etwa einem halben Liter Heizöl erzielt werden. Schon daraus kann man erkennen, dass es sich bei den Holzpellets um einen sehr preiswerten Wärmelieferanten handelt, denn ein Kilogramm kostet bei einer Onlinebestellung je nach Anbieter und abgenommener Menge zwischen zwanzig und 25 Cent.

Bei den Holzpellets handelt es sich vom Prinzip her um gepresste Späne, die in der Holzindustrie bei der Vorbereitung von Bauholz und Brettern für die Möbelproduktion sowieso anfallen. Sie werden geschreddert, getrocknet und in Form gepresst. Die Restfeuchte bei den Pellets liegt bei gerade einmal zehn Prozent. Das ist für Deutschland in den Industrienorm 51731 so festgelegt worden. Das wiederum führt dazu, dass bei der Verbrennung der Holzpellets nur sehr wenig Asche anfällt, so dass man sie auch in Kaminen und Kesseln mit automatischer Beschickung verwenden kann.

Dass die Holzpellets zum Heizen verwendet werden können, das haben beispielsweise die Betreiber von Bautischlereien, Sägewerken und Bauglasereien schon sehr früh erkannt. Hier sind die Abluftanlagen nämlich mit Filtern gekoppelt, die die Sägespäne und Hobelspäne sammeln und in Platz sparend gepresster Form auswerfen. Die Inhaber hatten die Wahl, sie kompostieren oder zum Heizen verwenden zu können. Aus Kostengründen entschied man sich für die Verwendung als Brennmaterial und erkannte sehr schnell den hohen Brennwert.

Neben dem günstigen Preis haben die Holzpellets noch einen anderen Vorteil. Sie gelten nämlich auch als umweltfreundliches Brennmaterial, weil sie CO2-neutral verbrennen. Davon spricht man deshalb, weil das Holz während der Wachstumsphase der Luft so viel Kohlendioxid entzogen hat, wie es während des Verbrennungsprozesses wieder frei setzt. Auch werden bei der Verbrennung keine Gase aus chemischen Stoffen frei, denn es handelt sich im Gegensatz zu den so genannten Holzbriketts aus den Filteranlagen um unbehandelte Holzpartikel.

Für die Heizung mit Holzpellets werden spezielle Öfen verwendet, die per Ansaugsystem oder Förderanlage in Abhängigkeit zur zu erreichenden Heizleistung mit dem Brennstoff versorgt werden können. Einzelne transportable Pelletöfen erreichen eine Leistung von etwa sieben Kilowattstunden, die durch Zusammenlegung mehrerer Öfen erhöht werden kann.

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