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Null-Energie-Haus: Was darunter zu verstehen ist

Die Themen Umweltschutz und Energiesparen nehmen in der öffentlichen Diskussion einen wichtigen Platz ein. Mit der Idee des Nullernergiehauses ist man dabei einen konsequenten Schritt weitergegangen.

Der Umweltschutz ist seit vielen Jahrzehnten ein breit diskutiertes Thema, dass sowohl die Wissenschaft als auch die Politik und die Medien interessiert. In früheren Jahren standen dabei vor allem Umweltverschmutzungen im Vordergrund, die sich durch die Industrie und den Straßenverkehr ergeben haben. Mittlerweile hat sich bei der Betrachtung jedoch eine Verschiebung der Perspektive ergeben, sodass immer mehr der Alltag der Bürger in den Vordergrund gerückt ist und damit auch solche Themen wie die Mülltrennung oder das Dosenpfand. Angefangen mit den Solartechniken ist auch immer wieder das Wohnen selbst dahin gehend beleuchtet worden, inwiefern bei den Bedingungen unseres Lebens in Häusern und Wohnungen Energie gespart werden kann und nicht nur beispielsweise bei der Verwendung elektronischer Geräte. Fraglich ist daher, wie die Eigenschaften der Häuser so verändert werden können, dass diese eine positivere Energiebilanz aufweisen und damit ein effektiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird.

Neben der Verwendung einer Solaranlage kann hierzu auch insbesondere durch die Wärmedämmung beigetragen werden, die verhindert, dass Wärmenergie durch das Gemäuer ans Freie abgegeben wird und so ein Effizienzverlust entsteht. Tatsächlich wird hierin eines der größten Energieeinsparpotenziale überhaupt gesehen. Die Umbauten an den Häusern entwickeln sich daher zu wichtigen Einnahmequellen der Bauunternehmen und die Errichtung neuer Häuser muss bereits eine große Zahl von Richtlinien berücksichtigen, die auf eine Verbesserung der Energiebilanz abzielen.

In diesem Zusammenhang wurde vor einiger Zeit der Begriff des Nullenergiehauses geprägt. Hierbei handelt es sich um ein rechnerisches Konstrukt, bei dem über das Jahr betrachtet keine zusätzliche Energie von außen zugeführt werden muss. Das Haus ist also hinsichtlich seiner Energiebilanz von keinen weiteren Energiequellen abhängig als jenen, die im Haus selbst untergebracht sind. Wie dieses in der technischen Umsetzung aussieht, kann von Haus zu Haus sehr unterschiedlich sein. Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass eine ganze Reihe von Energiespar- und Rückgewinnungstechniken eingesetzt wird, um dieses Ziel zu erreichen. Neben der Solaranlage sind hierzu Warmwasserspeicher, Windräder und Wärmepumpen zu zählen. Das Nullenergiehaus ist damit eine konsequente Weiterentwicklung des Passivhauses.