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Stromanbieter-Preisvergleich lohnt sich fast immer

Viele verschiedene Stromanbieter haben verschiedenste Tarife und Preise für ihren Strom. Der hängt sowohl vom Standort als auch von den Konkurrenzpreisen ab, allerdings gibt es auch regional übergreifende Preisabkommen.

Strom und Energie allgemein ist das wichtigste Gut für die Wirtschaft und den Privatverbraucher, denn nahezu alle Produkte und Erzeugnisse können nur mithilfe elektrischer und thermischer Energie hergestellt oder transportiert werden. Dabei wird für Energie meistens nur der elektrische Strom betrachtet, der aber oft in Kombikraftwerken mit Wärme- und Stromerzeugungskopplung generiert wird. Die Stromkosten oder die Heißwasserkosten können von Standort zu Standort höchst unterschiedlich sein, vor allem in Hinblick auf die verschiedensten Kraftwerkstypen, die je nach Lage mehr oder weniger effektiv arbeiten. Die meisten Kraftwerke, die hierzulande im Betrieb sind, nutzen Stein- und Braunkohle als Energieträger. Auch Gaskraftwerke arbeiten ähnlich wie jene, die Feststoffe zur Verbrennung nutzen. Bei der Stromerzeugung in Braun- und Steinkohlekraftwerken wird Wasser unter hohem Druck verdampft und durchströmt anschließend eine Dampfturbine. Mithilfe von Vorwärmeinrichtungen des Speisewassers und einer mehrstufigen Turbinenausführung mit Wiederüberhitzen des Dampfes kann der Wirkungsgrad solcher Anlagen auf maximal ca. 50-60% gesteigert werden, in der Regel liegt er aber deutlich unter 50%, oftmals unter 40% Ausnutzung der Verbrennungswärme. Schließlich bedeutet jede Verfeinerung des Prozesses zusätzliche und teure Apparate, die nicht immer eingesetzt werden.

Selbst mit einer Kraft-Wärmekopplung liegen die Wirkungsgrade von modernen Kraftwerken bei ca. 80-90%. Das ist relativ viel, allerdings wird der Strom dank stetig steigender Rohstoffpreise und immer höherer Umweltauflagen auf die Kraftwerke immer teurer. Allerdings kann man den Stromanbieter wechseln und verschiedenste Tarife miteinander vergleichen. Das gilt insbesondere bei Zeittarifen, die sich an bestimmten Tageszeiten orientieren. In den Morgenstunden und am Abend wird die meiste Energie verbraucht. Kohlekraftwerke und andere Großkaftwerke können nur bedingt auf diese Spitzenlasten reagieren. Allerdings sind regenerative Energieträger sehr unflexibel, doch diese unterliegen keinen Umweltauflagen und werden sogar staatlich gefördert. Insbesondere hinsichtlich der steuerlichen Abschreibung kann sich daher der Erwerb einer eigenen Photovoltaik-Anlage lohnen, die Abnahme des erzeugten Stromes wird sogar staatlich garantiert.

Günstiger Strom, der aus Großkraftwerken kommt, kann auch in Atomkraftwerken gewonnen werden. Diese Kraftwerke haben zudem den Vorteil, dass sie nahezu ohne Kohlenstoffdioxidemissionen auskommen und damit sehr umweltfreundlich laufen. Allerdings gilt insbesondere in der Kerntechnik ein extrem verschärftes Sicherheitsregiment, zusätzlich werden diese Kraftwerke in Deutschland langfristig voraussichtlich nicht mehr gebaut werden. Allerdings kann Atomstrom immer noch aus dem nahen Ausland, beispielsweise aus Frankreich bezogen werden, wo man verstärkt auf Atomkraft setzt. Der Strom, der tatsächlich geliefert wird, kommt aber aus Kraftwerken und Generatoren, die in der unmittelbaren Umgebung zum Standort befindlich sind. Das ist in einer ökonomisch sinnvollen Netzschaltung unabdingbar, allerdings können viele Anbieter auch in der unmittelbaren Umgebung mit zahlreichen Netzwerken gefunden werden. Die Stromanbieter handeln ihre Einspeiseleistungen untereinander, was gesetzlich geregelt wird. Demnach ist eine ökologische Energieauswahl nur bedingt möglich.

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