DAX+0,07 % EUR/USD+0,17 % Gold+0,72 % Öl (Brent)-2,01 %

Thema Energiesparhaus: Heiz- und Wasserkosten senken

In Zeiten steigender Energiekosten gewinnt das Thema Energiesparen immer mehr an Bedeutung. Ein Energiesparhaus verbraucht nur einen Bruchteil der Energie und wird auch noch staatlich gefördert.

energiesparhaus
Foto: © ingo anstötz / http://www.pixelio.de

Steigende Nebenkosten lassen die Jahresabrechnung vieler Verbraucher auf drei- bis vierstellige Nachzahlungen ansteigen. Energiesparmaßnahmen entlasten nicht nur die Umwelt, sondern tun auch dem privaten Budget etwas Gutes. Der Gesetzgeber bietet zudem Fördermaßnahmen für energieeffiziente Neubauten und Sanierungen bestehender Gebäude an. Ein Energiesparhaus verbraucht weniger Wärme und Wasser als ein herkömmliches Gebäude und wird anhand seiner Verbrauchswerte in verschiedene Energiestandards eingestuft.

Das Niedrigenergiehaus darf einen Höchstverbrauch von 70 Kilowattstunden nicht überschreiten. Die gesetzlichen Anforderungen wurden in den vergangenen Jahren aber mehrfach neu angepasst und entsprechen heute der Werte für KfW 60-Bauten, die bis zu 60 % des Primärenergiebedarfs und der maximalen Transmissionswärmeverluste erreichen dürfen. Nur Gebäude, die nach einem Neubau oder einer Sanierung diesem Energiestandard entsprechen, dürfen auch als Niedrigenergiehaus bezeichnet und beworben werden.

Ein weiterer Energiesparhaus-Typ ist das Passivhaus. Unter einem Passivhaus versteht sich ein Gebäude, das über eine derart optimierte Wärmedämmung verfügt, dass es sich mit einem Belüftungssystem selbst beheizen kann. Um den Standard Passivhaus zu erreichen, ist ein Heizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden erforderlich, womit auch der Haushaltsstrom abgedeckt sein muss. Auch die oft beworbenen 3-Liter-Häuser gehören zu den Passivhäusern. Sie werden mit Öl beheizt. Ein Nullenergiehaus kommt ganz ohne fremde Energie aus und deckt seinen kompletten Energiebedarf mithilfe einer Solaranlage. Auch Plusenergiehäuser setzen auf Solarkraft. Eine Plusenergiehaus-Siedlung steht z.B. in Freiburg.

Die KfW-Bank bietet verschiedene Förderprogramme und Kredite für Passiv- und Energiesparhäuser an. Hierzu zählen das KfW-Effizienzhaus 55 und das KfW-Effizienzhaus 70. Für beide Gebäude wird ein Energieverbrauch vorgeschrieben, der deutlich unter den herkömmlichen Werten liegt. Seit 2009 hat die Bundesregierung ihre Förderprogramme für umweltfreundliche Baumaßnahmen noch einmal kräftig aufgestockt. Grundsätzlich können Neu-, aber auch Altbauten auf die neuen Energiestandards umgerüstet werden. Für Altbauten sind aber teilweise recht umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich, um den modernen Energiestandards überhaupt nahe zu kommen.