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Thema Wärmekissen: So funktionieren Latentwärmespeicher

Mit der Änderung ihres Aggregatzustandes können Latentwärmespeicher thermische Energie speichern. Es lohnt sich, die Funktionsweise und den Einsatz von Wärmekissen für Solaranlagen zu verstehen.

Latentwärmespeicher sind auch als Phasenwechselmaterialien bekannt und speichern thermische Energie mit dem Wechsel ihres Aggregatzustandes. Die Wärmespeicher können die Energie immer wieder aufs Neue und ohne Verluste speichern. Latentwärmespeicher werden in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt: Als Wärmekissen gegen Verspannungen, als Kühlkissen bei Verletzungen oder auch als Speichermedien für Solaranlagen.

Die Wärmespeicher nutzen verschiedene Phasenwechselmaterialien. Hierzu zählen unter Anderem Paraffine, die viel Wärmeenergie aufnehmen und auch wieder abgeben können. Auch Salze sind für Latentwärmespeicher geeignet. Die modernen Latentwärmespeicher ermöglichen die Speicherung von viel Energie mit einem vergleichbar kleinen Träger. Die Wärmespeicher werden heute in der Fertigung speziell auf ihre Einsatzgebiete zugeschnitten und sind damit auch für verschiedene Temperaturbereiche erhältlich.

Wärmekissen werden auch als Baustoffe mit wärmespeichernden Eigenschaften genutzt. Zunehmend gefragt sind Latentwärmespeicher auch als Solarwärmespeicher für Gebäude. Die Wärmekissen speichern dabei die aufgenommene Energie der Sonneneinstrahlung, und das auch an kalten aber sonnigen Wintertagen. Die modernen Latentwärmespeicher sind zwar erst einmal mit erhöhten Anschaffungskosten verbunden, zeigen sich aber als besonders effiziente Solaranlagen zum Sparen von Energie. Die Wärmeenergie kann von den Wärmekissen der Solaranlage gezielt abgerufen werden, was etwa bei einem Wassersystem nicht funktioniert.

Wenn ein vorhandenes Gebäude auf die Nutzung von Solarenergie mit Latentwärmespeichern umgerüstet werden soll, ist in der Regel erst einmal der Dämmschutz des Gebäudes zu verbessern. Der Einsatz von Latentwärmespeichern in der Solar- du Gebäudetechnik lohnt sich derzeit nur für gemeinschaftlich genutzte Solaranlagen, wird jedoch in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Die Heizenergie muss in großen Mengen gespeichert werden, um später für die Haushalte auch nutzbar zu sein. Haushalte benötigen heute noch große Tanks voller Paraffin oder geeigneter Salze, um die gespeicherte Sonnenenergie im Winter nutzen zu können. Die riesigen Rundtanks könnten im Vergleich eine Menge Heizöl aufnehmen, die für zwei Jahrzehnte reichen würde. Entscheidend sind für die effektive Speicherung der Sonnenenergie auch die jährlichen Sonnentage.

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