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Welche Eckpunkte man beim Hauskauf beachten sollte

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Haus zu bauen. Man kann eine einzige Firma beauftragen, die alles aus einer Hand bietet, mehrere Firmen mit Teilbauten beauftragen oder selbst Hand anlegen und so Kosten sparen.

beim hauskauf beachten
Foto: © Thorben Wengert / http://www.pixelio.de

Wer zur eigenen Immobilie gelangen will, dem stehen zwei Wege offen. Entweder kann man eine schon bestehende Immobilie kaufen oder man entschließt sich, das Haus selbst zu errichten. Auf diese Weise kann man das Haus so bauen, wie man es in der Innenausstattung haben möchte. Ein geeignetes Grundstück ist die Grundvoraussetzung für den Hausbau. Das muss kein Eigentumsland sein. Dabei kann es sich auch um ein Erbpachtgrundstück oder eine Grundstückshälfte von Verwandten oder Freunden handeln. Hat man das Glück, so ein Grundstück zu bekommen, dann kann man bereits hier viele Kosten sparen.

Ist das Grundstück noch nicht erschlossen, also ohne Wasser und Stromanschluss, dann muss man dies in Auftrag geben. Um hierbei Kosten zu sparen, können die benötigten Gräben selbst ausgehoben werden. Eine Bauzeichnung benötigt man ebenfalls. Diese kann durch einen Architekten erstellt werden. Wer sich das selbst zutraut, der kann diese Zeichnung auch selbst erstellen. Mit dieser Bauzeichnung geht man zum Bauordnungsamt und reicht sie dort ein. Ist alles in Ordnung, dann kann man mit dem Bau beginnen. Hierbei müssen alle Angaben der Zeichnung genau eingehalten werden. Da das Bauordnungsamt Begehungen macht, um die Einhaltung der Zeichnung zu überprüfen und etwaige Abweichungen umgehend zu korrigieren sind, muss genau nach Plan gebaut werden. Deshalb ist es wichtig, die Baugrube genau auszuheben. Auch hier kann man wieder Kosten sparen, wenn man diese Arbeit selbst erledigt. Nun wird ein Fundament gelegt und die Bodenplatte eingebracht. Anschließend kann das Haus gebaut werden. Hier kann man wiederum viel sparen, wenn man selbst Hand anlegt – oft reichen schon kleine Handlangerarbeiten aus. Man kann auch Freunde und Bekannte bitten, bei einigen Arbeiten am Bau mitzuhelfen. Diesen kann man dann eine Entlohnung anbieten, ohne Angst haben zu müssen, dass dies als Schwarzarbeit gewertet wird.

Ob man nun selbst baut oder eine Firma beauftragt, es kann immer etwas Unvorhergesehenes mit dem Bau passieren, und dagegen sollte man sich absichern. So kann es sein, dass erst nach dem Einzug Baumängel sichtbar werden. Eingerissene Wände sind keine Seltenheit, vor allem wenn man den Bau vorangetrieben hat und die Arbeiten schnell erledigt haben wollte. Wurde zum Beispiel der Standort des Hauses nicht genau eingehalten, so muss dies im Nachhinein durch aufwendige Arbeiten korrigiert werden. Wurden die Fenster und die Haustür nicht wie angegeben eingesetzt oder ist das Haus etwas höher geworden als auf der Bauzeichnung angegeben, und hat man für diese Abweichungen keine Genehmigungen, dann wird das Haus unter Umständen teuer. Alle Mängel, die bei der Abnahme durch das Bauordnungsamt festgestellt werden, sind nämlich zu entfernen, und es ist die Pflicht jedes Bauherren, das Haus so zu bauen, wie es in der Zeichnung dargestellt wurde. Unwissenheit schützt in diesem Fall nicht, und deshalb sollte man vor dem Bau verschiedene Versicherungen abschließen. So kann man bei Gericht eine Klage gegen die Firma oder den Handwerker einreichen und diese dazu bringen, möglichen Pfusch am Bau zu beheben.