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Fensterheber – besonders gebräuchlich im Automobilbau

Der Fensterheber ist eine technische Einrichtung, die heute im Automobilbereich aber auch im professionellen Gartenbau, zum Beispiel im Gewächshaus, im Einsatz ist. Manuelles Öffnen und Schließen ist Vergangenheit.

Besonders im Automobilbereich haben die Fensterheber einiges an Fortschritt gebracht, denn die ersten Autos, die mit Fenstern ausgestattet waren, konnten nicht belüftet werden, denn die Fenster waren feststehend. Als wirkliche Neuerung erwies sich da schon die Möglichkeit, die danach folgte, nämlich die Fenster einsetzen und bei Bedarf herausnehmen zu können. Es gab also nur das geöffnete oder komplett geschlossene Fenster. Scharniere waren dann die Weiterentwicklung, die es ermöglichten, im Auto die Frontscheiben umzuklappen. Schließlich konnten die Fenster im vorderen Bereich des Fahrzeugs manuell heruntergekurbelt werden, währen im Heckbereich die Fenster ausgeklappt wurden. Die „Ente“ von Citroen, also der 2CV, ist ein typischer Vertreter der ausklappbaren Heckscheiben im Seitenbereich. Der Renault hingegen wurde mit Schiebefenstern im Heckbereich versehen – auch nicht komfortabler in der Nutzung.

Mechanische Fensterheber wurden erstmals im Jahr 1928 gefertigt und hier war es der Unternehmer namens Max Brose, der diese entwickelte und im Jahr 1926 die Schlingfederbremse für den Fensterheber in mechanischer Form patentieren ließ. Die ersten Fahrzeuge mit Fensterheber kamen aus den Häusern Daimler-Benz, Borgward, Lloyd sowie Volkswagen. Die USA waren im Bereich der elektrischen Fensterheber Vorreiter, denn dort waren sie bereits ab dem Jahr 1941 in Gebrauch. In Europa gelangte der elektrische Fensterheber erst in den 1950er Jahren in die Autos und der BMW 503 war das erste Fahrzeug mit dieser für damalige Verhältnisse hochtechnischen Ausrüstung. In heutigen modernen Fahrzeugen gehört der elektrische Fensterheber zur Standardausstattung und auch Kleinwagen sind größtenteils mit diesem elektrischen Helfer meist mit Tasten in der Türverkleidung ausgestattet. Der elektrische Fensterheber wird in den meisten Fällen mit einem Seilzug betätigt und ein kleiner Elektromotor ist für den Antrieb der Seiltrommel verantwortlich. Hier ist aufgrund der elektrischen Betätigung natürlich ein Einklemmschutz erforderlich. Der wird im Regelfall über die Rutsch- oder Reibkupplung realisiert. Überschreitet das Antriebsmoment innerhalb der entsprechenden Fensterposition einen bestimmten Grenzwert, nimmt die Scheibe eine Rückwärtsbewegung und öffnet sich, um das Hindernis freizugeben, so dass auch zarte Kinderfinger vor dem Einklemmen geschützt sind.

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