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Gebrauchte Wendeplatten – für den Bastler gut genug

Gebrauchte Wendeplatten sind ein Abfallprodukt aus der spanenden Bearbeitung von Bauteilen in der Industrie. Sie besitzen mehrere Schneidkanten. Nach dem Verschleiß der letzten lohnt sich eine Aufarbeitung meist nicht.

Bei der spanenden Bearbeitung von Werkstücken in der Industrie werden oft Wendeplatten eingesetzt. Diese haben den Vorteil, dass sie mehrere Schneidkanten haben, die nacheinander für die Zerspanung eingesetzt werden. Nach dem Verschleiß der letzten Kante ist zwar die Schneidplatte, nicht aber der Werkzeughalter, Schrott. Dies ist ein zusätzlicher Vorteil.

Wendeplatten werden meist aus Hartmetall, Bornitrid, Diamant oder Schneidkeramik gefertigt oder damit bestückt. Meist werden sie noch durch eine Beschichtung mit Titancarbid oder Titannitrid zusätzlich gehärtet. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen und Größen, die je nach Anwendung gebraucht werden. Für die Industrie sind gebrauchte Wendeplatten nur noch Schrott, der an spezielle Schrotthändler verkauft wird.

Die Anforderungen an die Genauigkeit der Werkstücke können in der Industrie sehr hoch sein. 0,01 mm sind da durchaus nicht unüblich. Wenn eine Wendeplatte diese Genauigkeit nicht mehr bringt, kann sie aber durchaus noch in Bastler's Werkstatt Verwendung finden. Da wird keine so große Genauigkeit nötig sein. Wenn der Bastler auf 1/10 mm genau arbeitet, ist er gut. Und falls er tatsächlich einmal genauer arbeiten muss, kann er das auch mit einer gebrauchten Wendeplatte erreichen, wenn er nur oft genug nachmisst. Dafür hat man in der Industrie nämlich keine Zeit.

Gebrauchte Wendeplatten kauft man beim spezialisierten Schrotthändler, der sie von der Industrie angekauft hat. Solche Händler findet man im Internet. Da ein Bastler, der sich mit Drehen und Fräsen beschäftigt, sicher auch genau weiß, welches Werkzeug er benötigt, kann er beim Schrotthändler telefonisch oder per E-Mail anfragen, ob dort geeignete Platten vorhanden sind. Da sie bequem in einen normalen Briefumschlag passen, kann man sie sich zuschicken lassen. Eventuell muss man da allerdings Vorkasse leisten. Wenn der Schrotthändler seinen Sitz in der Nähe hat, ist es natürlich auch möglich, dort gleich persönlich vorbei zu schauen. Dann kann man genau aussuchen, was man braucht, und findet vielleicht auch noch das eine oder andere nützliche Werkzeug. Der Preis für gebrauchte Wendeplatten dürfte jedenfalls gegenüber neu günstig sein.

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