DAX-0,58 % EUR/USD-0,14 % Gold0,00 % Öl (Brent)0,00 %

Schutz und Blickfang – die Holzfassade

Die Holzfassade spielt vor allem im Bereich der Restaurierung älterer Häuser eine entscheidende Rolle, wird aber heute auch oft bei Neubauten eingesetzt.

Der eindeutige Vorteil einer Holzfassade liegt darin, dass sie das dahinter liegende Mauerwerk schützt. Dabei bezieht sich das nicht nur auf den Schutz gegenüber Witterungseinflüssen, sondern umfasst auch die thermische Isolierung der Außenhaut eines Hauses. Dass man mit Naturholz eine hochwertige Abschirmung erreichen kann, beweisen die Messwerte der Gebäude, die in Holzrahmenständerbauweise errichtet werden und die man vor allem in Skandinavien besonders häufig findet.

Die Holzfassade verhindert, dass sich die Wand durch eine intensive Sonneneinstrahlung aufheizen kann und sorgt an eisigen Wintertagen dafür, dass der Wind die Wärme von der Wand nicht abnehmen kann. Trotz der notwendigen Hinterlüftung einer Holzfassade bildet sich zwischen dem Holz und dem Mauerwerk ein Temperaturpuffer, der im Sommer für angenehm kühle Räume sorgt und im Winterhalbjahr dabei hilft, die Heizkosten senken zu können.

Dabei kann die Holzfassade unterschiedlich aufgebaut sein. Die klassische Bauart besteht darin, dass gleich breite Bretter in zwei Lagen übereinander aufgebracht werden. Dabei wird die obere Lage so angebracht, dass sich die Stöße der Bretter auf der Mitte des darunter liegenden Brettes befinden. Diesen Aufbau findet man heute noch häufig in den Bereichen der Giebel von Scheunen und Stallungen sowie bei den Giebelverkleidungen von Fachwerkhäusern. Fachgerecht verbaut, kann hier auch Zugluft wirksam ausgesperrt werden.

Am modernen Bauwerk wird die Holzfassade häufig nur als Verblendung angebracht. Sie besteht nur aus einer Lage Brettern, die auf einem Rahmen aus Vierkanthölzern angebracht werden. Eine ähnliche Technik wendet man bei der Isolierung mit Styropor oder anderen Kunststoffen an. Um Schimmelbildung an der Innenseite zu verhindern und Ausdünstungen aus der Wand zu ermöglichen, ist dieser mit einer Hinterlüftung versehene Aufbau notwendig.

Bei der Erstellung einer Holzfassade ist es wichtig, dass man gleich darauf achtet, dass man nur vorbehandelte Bretter verwendet. Den höchstmöglichen Schutzeffekt erzielt man mit einer Verpressung oder einem Tauchbad in Holzschutzmitteln. Dennoch bleibt eine Holzfassade pflegeintensiv, denn der Schutzanstrich muss in regelmäßigen Abständen erneuert werden, wenn sie nicht vorzeitig verwittern soll. Ein Nässeschutz wird entweder mit harzhaltigen Anstrichen oder Firnis erzielt. Als Firnis werden stark ölhaltige Anstriche bezeichnet. Schadstellen sollten vor der Erneuerung des Anstriches geschlossen werden.

Inhalt

Rubriken