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Investmentideen Bitcoin fürs Depot

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Gastautor: w:o Special
 |  02.02.2017, 10:28 15548  |   

Was steckt hinter der Bezeichnung Bitcoin? Wie verhält sich die «neue» Anlageklasse gegenüber den traditionellen? Für interessierte, risikoaffine Anleger könnte es sich lohnen, sich näher mit dieser Thematik zu befassen.

Was steckt hinter der Bezeichnung Bitcoin? Wie verhält sich die «neue» Anlageklasse gegenüber den traditionellen? Für interessierte, risikoaffine Anleger könnte es sich lohnen, sich näher mit dieser Thematik zu befassen.

Aus einem zunächst kleinen Nischenprojekt unter dem bis heute unaufgedeckten Pseudonym «Satoshi Nakamoto» aus dem Jahr 2008 wurde ein großes globales Phänomen. Bitcoin ist heute in aller Munde. Doch was sind Bitcoins eigentlich? Und warum sind sie so bahnbrechend? Zunächst ist allerdings ein grundsätzliches Verständnis von Bitcoin nötig. Auseinandersetzen müssen sich potenzielle Investoren im Vorfeld insbesondere mit der Funktionsweise des Bitcoin-Systems und seiner Hintergründe, der Preishistorie und den verbundenen Risiken.

Bitcoin: um was es geht
 

Bitcoin ist eine Rechnungseinheit, vergleichbar mit einer virtuellen Währung beziehungsweise die größte und bekannteste Kryptowährung. Aufgebaut ist es nach sogenannten kryptografischen Prinzipien (Verschlüsselungs- und Informationssicherheit; Quelle: bitcoin-start.de). Die Landschaft der Kryptowährungen ist extrem vielfältig. So existieren gemäß coinmarketcap.com derzeit 705 verschiedene Kryptowährungen mit einer totalen Marktkapitalisierung von insgesamt rund USD 13,8 Milliarden. Den größten Teil davon nimmt dabei Bitcoin mit ca. USD 11,8 Milliarden ein (Quelle: coinmarketcap.com; Stand: 25.11.2016; 10.50 Uhr).

Bitcoin basiert auf einer dezentral gelagerten Datenbank – der sogenannten «Blockchain». Sie enthält alle bisher getätigten Transaktionen in Blöcken. Eine zentrale Überwachungsinstanz für die Herausgabe gibt es nicht. Das ganze System wird über ein großes Netzwerk von Computern verteilt Die Kryptowährung wurde 2008 durch das unter dem Pseudonym «Satoshi Nakamoto» verfasste White Paper «Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System» ins Leben gerufen. Es beschreibt ein rein elektronisches «Peer-to-Peer»-Geldsystem, das Online-Zahlungen zwischen zwei Parteien ohne Einbindung eines Intermediäres (z. B. einer Bank) zulässt. Unter «Peer-to-Peer» versteht man die «Kommunikation unter Gleichen».

Mittels Bitcoin lassen sich folglich Überweisungen über das Internet abwickeln, ohne dass beispielsweise eine traditionelle Bank als Abwicklungsstelle dazwischengeschaltet ist. Dabei werden häufig folgende Vorteile gegenüber herkömmlichen Währungen genannt: die hohe Anonymität, niedrige Transaktionskosten sowie die limitierte Anzahl von Bitcoins. Zwar wächst die Zahl der sich in Umlauf befindenden Bitcoins aktuell wegen des sogenannten «Minings». Jedoch soll die maximale Zahl von 21 Millionen erst ca. im Jahr 2140 erreicht werden (Bitcoin: Ringing the Bell for a New Asset Class).

 

Was steckt hinter Bitcoin?
 

Das «Mining» beziehungsweise dessen Prozess ist ein elementarer Bestandteil der Blockchain-Technologie. Hier eine stark vereinfachte Darstellung dieses Prozesses:

Wird eine Bitcoin-Transaktion (A möchte Geld zu B überweisen) ausgelöst, dann wird sie einem «Block» angefügt. Zur Ausführung der Transaktion muss der «Block» durch einen «Miner» (zu Deutsch: Minenarbeiter) verifiziert werden. Dies geschieht durch den sogenannten «Proof-of-Work», wobei ein oder mehrere Computer ein mathematisches Rätsel lösen müssen. Sobald es geknackt wurde, wird der «Block» der «Chain» (Kette) angefügt. Die «Blockchain», die nun wieder sämtliche Bitcoin-Transaktionen umfasst, wird dem Netzwerk zugestellt. Im Durchschnitt wird alle zehn Minuten ein solcher «Block» der «Chain» angefügt und dies dem Computer-Netzwerk mitgeteilt. Dem «Miner» wird für diese Arbeit eine Vergütung in Form von neuen Bitcoins überwiesen. Durch diese Vergütungen erhöht sich die Anzahl der sich in Umlauf befindenden Bitcoins stetig. Um deren Begrenzung (21 Millionen Bitcoins) sicherzustellen, wird die Vergütung für jeden neuen «Block» im Durchschnitt alle vier Jahre halbiert. Man spricht auch vom sogenannten «Halving».

Grafik 1 illustriert die Funktionsweise einer Blockchain beziehungsweise die Art und Weise, wie eine Bitcoin-Überweisung durchgeführt wird.

Bitcoin-Kurs mit Höhen und Tiefen

In den letzten fünf Jahren durchlebte der Bitcoin-Kurs in US-Dollar stürmische, aber auch ruhigere Zeiten

 

Grafik 2 zeigt die Kursentwicklung von Bitcoin in US-Dollar zwischen dem 05.07.2011 und dem 01.11.2016. Nach einem Höhepunkt im November 2013 sank der Preis des Bitcoins. Den Tiefpunkt erreichte er am 14.01.2015 bei ungefähr USD 177. Während dieser Zeit wurde der Bitcoin von einigen Medien sogar schon für «tot» erklärt (https://99bitcoins.com/obituary-stats). Danach stabilisierte sich der Bitcoin-Preis in den ersten drei Quartalen 2015 aber wieder und bewegte sich in einer Bandbreite von USD 200 bis 300 (Quelle: «Bitcoin: Ringing the Bell for a New Asset Class», Juni 2016). Historische Daten sind jedoch keine verlässlichen Indikatoren für künftige Wertentwicklungen.

Anfang November 2015 sprang der Bitcoin-Preis innerhalb von rund 3,5 Tagen plötzlich um rund 55% nach oben (Bitcoin: Ringing the bell for a new asset class).

Ein eindeutiger Grund dafür ließ sich nicht eruieren. Vielmehr schien es ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren gewesen zu sein. So werden beispielsweise erhöhte Handelsvolumina an Chinas Bitcoin-Börsen oder Europas neue Regelung bezüglich der Mehrwertsteuer angeführt (Bitcoin wurde bezüglich Steuerzwecken den traditionellen Währungen gleichgesetzt). Dies könnte ebenfalls als möglicher Kurstreiber in Betracht gezogen werden. Des weiteren stellte Coinbase, ein Unternehmen für den Handel mit Bitcoins, 70% mehr Anmeldungen als durchschnittlich fest (Quelle: «Bitcoin: Ringing the Bell for a New Asset Class», Juni 2016).

In den jüngsten Kursanstiegen glauben Marktbeobachter unterschiedliche Gründe zu erkennen. Dabei könnte auch der «Brexit» eine entscheidende Rolle gespielt haben (Quelle: coindesk.com): Während der ersten zwei Juni-Wochen stieg der Bitcoin-Kurs um mehr als 40% an. Natürlich sind frühere Wertentwicklungen und Simulationen keine verlässlichen Indikatoren für die künftige Wertentwicklung.

 

Mit dem Partizipationszertifikat auf Bitcoin in die Kryptowährung investieren


Eine Möglichkeit für interessierte, risikoaffine Anleger, an der Entwicklung des Bitcoin-Kurses in US-Dollar zu partizipieren, könnte das Partizipationszertifikat auf den Wert eines Bitcoin (XBT) in US Dollar (USD) darstellen.

 

Disclaimer: Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in das Produkt verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite www.vontobel-zertifikate.de veröffentlicht ist und beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH. Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten wird.


Disclaimer

Erster Anbieter eines Bitcoin-Zertifikats

 

Als erster Emittent legte Vontobel am 14.11.2016 ein Partizipationszertifikat auf Bitcoin zur Zeichnung auf. Investoren können nun erstmalig an der Wertentwicklung von Bitcoin teilhaben

>> Hier geht's zum Produkt

 

Faktoren, die für ein Investment sprechen könnten
 

Was könnte den Preis mittelfristig beeinflussen? Die Community rund um die beliebte Kryptowährung nennt unterschiedliche Faktoren, die einen weiteren Kursanstieg begünstigen könnten. Um nur einige aufzuführen:

Das Potenzial möglicher Investoren ist groß

Gemäß der Studie «Bitcoin: Ringing the Bell for a New Asset Class» der New Yorker ARK Invest und der bekannten kalifornischen Bitcoin-Plattform Coinbase sollen derzeit ungefähr sieben Millionen Personen weltweit in Bitcoins investiert haben. Der Studie zufolge entspricht dies nur ungefähr einem Prozent der aktuellen Aktieninvestoren und nur einem Promille der Gesamtbevölkerung. Ein Umstand, der zeigt, dass eine große Anzahl potenzieller Investoren existieren könnte.

Blockchain-Technologie

Die zunehmende Bekanntheit der Blockchain-Technologie setzt Signale. Das gestiegene Interesse seitens kommerzieller Sektoren wie Banken oder Versicherungen könnte einen positiven Beitrag leisten (CoinDesk.com).

Garrick Hilemann erwähnte in seinem Artikel auf CoinDesk.com dass im ersten Quartal 2016 (Daten von CoinDesk) über USD 1,1 Milliarden Venture-Capital in Bitcoin beziehungsweise Blockchain-Start-Ups investiert wurden.

Es ist noch nicht absehbar, ab wann die Blockchain Technologie ausgereift genug für den Geschäftsalltag ist. Ein Durchbruch der zugrunde liegenden Blockchain-Technologie muss sich jedoch nicht zwingend positiv auf den Bitcoin-Kurs auswirken.

Was ein Investment interessant machen könnte

Bitcoin zeigt gemäß der Studie Research White Paper «Bitcoin: Ringing the Bell for a New Asset Class» (Juni 2016) die folgenden Charakteristiken einer außergewöhnlichen Anlageklasse auf:

Preisunabhängigkeit

Die rollierende durchschnittliche Ein-Jahres-Korrelation von Bitcoin zu S&P 500®, US-Anleihen, Gold, US-Immobilien, Öl und Emerging-Markets-Währungen der letzten fünf Jahre (Dezember 2011 bis April 2016) lag um null (–0.02). Dieses bemerkenswerte Ergebnis zeigt, dass die Bitcoin-Renditen (während des Analysehorizontes) nahezu unkorreliert (nicht gleichlaufend und auch nicht entgegengesetzt) mit anderen Assetklassen waren (Quelle: «Bitcoin: Ringing the Bell for a New Asset Class», Juni 2016).

«Bitcoin ist der am wenigsten korrelierte Vermögenswert gegenüber anderen, traditionellen Anlageklassen.»
Chris Burniske, Blockchain Analyst bei ARK Investment Management (forbes.com, Juni 2016)

Diese Preisunabhängigkeit könnte aus Diversifikationsgründen zur Beimischung in einem Portfolio interessant sein.

Rendite-Risiko-Profil

Gemäß den Autoren der Studie «Bitcoin: Ringing the Bell for a New Asset Class», Chris Burniske und Adam White, ist die Volatilität der virtuellen Währung Bitcoin gegenüber ihren Anfängen (Volatilität von über 50% im Juli 2011) deutlich gesunken. Die Autoren sehen die Gründe in stabileren und liquideren Handelsplätzen, besseren regulatorischen Rahmenbedingungen oder zunehmend zuverlässigeren Preisdaten. Nichtsdestotrotz fällt die wöchentliche Volatilität von Bitcoin im Vergleich zu den oben genannten Anlageklassen in allen analysierten Perioden am höchsten aus. Speziell zu erwähnen ist, dass über das letzte Jahr gesehen der Bitcoin-Preis in USD (7%) nur leicht volatiler war als der Ölpreis in USD (6%) (Quelle: «Bitcoin: Ringing the Bell for a New Asset Class», Juni 2016).

Werden Investoren für das durch die Volatilität bedingte erhöhte Risiko gegenüber den traditionellen Anlageklassen entschädigt? Dazu haben Chris Burniske und Adam White die «Sharpe Ratios» analysiert. Diese Kennzahl ist ein verbreitetes Mass für risikoadjustierte Renditen. Sie misst die Renditen über dem risikofreien Zins (3-Monats US-Treasury Bill) pro eingegangener Risikoeinheit (Volatilität). Auch hier umfasste der Analysehorizont fünf Jahre (Dezember 2011 bis April 2016). Die Autoren erwähnen, dass die risikoadjustierten Renditen überdurchschnittlich ausfallen, obwohl die Volatilität – historisch gesehen – sehr hoch war. Gemäß der Studie sind die berechneten «Sharpe Ratios» ausgezeichnet. In allen fünf Perioden (letzte fünf, vier, drei, zwei, ein Jahr[e]) lieferte Bitcoin positiven Renditen (Quelle: «Bitcoin: Ringing the Bell for a New Asset Class», Juni 2016). Historische Daten können keine verlässlichen Indikatoren für künftige Wertentwicklungen sein.