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Wald kaufen als krisensichere Geldanlage

Viele Anleger wollen ihr Geld in sichere Werte investieren und tendieren zum Erwerb von Waldbesitz als krisensichere Kapitalanlage. Doch lohnt sich Wald tatsächlich als Geldanlage und welche Risiken sollten dabei auf jeden Fall nicht außer Acht gelassen werden? Wald zu erwerben ist in Deutschland nicht unbedingt einfach, denn rund zwei Drittel der deutschen Waldgebiete befinden sich in öffentlicher Hand und werden nicht zum Verkauf angeboten.

Bei den restlichen Waldbesitzern gilt in der Regel der Grundsatz, dass Wald nicht verkauft sondern vererbt wird. Aufgrund der hohen Kaufnebenkosten von Waldgrundstücken in Deutschland kann mit Wald als Geldanlage in Nordamerika oder in Osteuropa Einschätzungen von Experten zufolge eine deutlich höhere Rendite erwirtschaftet werden.


Alternativen zum Erwerb von Wald als Geldanlage in Deutschland


Anleger, die in Wald als Geldanlage investieren wollen, aber die hohen Kosten und Kaufnebenkosten in Deutschland nicht tragen wollen, können auf verschiedene Alternativen zurückgreifen, um von der Investition in Wald zu profitieren:
 

Holzaktien

Diese stellen eine Alternative dar. Holz-Aktiengesellschaften in Skandinavien oder Nordamerika sind meist eng mit der Sägewerks- und Zellstoffindustrie verknüpft. Aufgrund der hohen Volatilität der Holzaktien stellen diese jedoch nicht unbedingt eine ideale Lösung für eine langfristige Kapitalanlage dar.

Investition in Wald in Nordamerika

Waldgrundstücke können in Nordamerika weitaus günstiger erworben werden als in Deutschland. Zudem ist die Bewirtschaftung dort deutlich gewinnbringender. Als einzelner Anleger dürfte sich diese Investition jedoch eher schwierig gestalten, daher bieten sich hierfür Waldfonds an.

 

Investition in geschlossene Waldfonds

Die Anleger können mit der Beteiligung an geschlossenen Waldfonds in Wälder investieren. Meist befinden sich die Investitionsstandorte in Nord-, Mittel- oder Südamerika. Allerdings investieren viele Waldfonds in die Plantagenwirtschaft und damit in eine Monokultur. Sinnvoller wären Waldfonds, deren Kapital für die Aufforstung von tropischen Mischwäldern oder für das nachhaltige Bewirtschaften von Regenwäldern eingesetzt wird.

Kirifonds als Beispiel für Waldfonds

Kirifonds, die von WeGrow angeboten werden, stellen eine Alternative zu den Waldfonds, die in außereuropäischen Regionen investieren, dar. Bis zum Frühjahr 2014 wurden zwei Kirifonds aufgelegt, die in Kiribaum-Plantagen in Deutschland investieren und ein weiterer Kirifonds, dessen Kapital in Kiri-Projekte in Spanien fließt.

 

Fazit

Für Wald als Geldanlage ist es nicht zwingend erforderlich, unmittelbar Waldgrundstücke zu erwerben. Es stehen durchaus Alternativen zur Auswahl, um von der Bewirtschaftung von Wald und dem Verkauf von Holz zu profitieren und damit gleichzeitig einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten.

 

 

Vorteile von Wald als Geldanlage

» Eigenbedarf an Brennholz kann gedeckt werden
» Der eigene Christbaum kann zu Weihnachten gefällt werden
» Gewinnung von nachwachsendem Rohstoff Holz
» Durch den Verkauf von Holz an die Bauindustrie oder als Brennholz können Erträge erwirtschaftet werden
» Preise für Brennholz verzeichneten in Anlehnung an die gestiegenen Energiepreise einen entsprechend hohen Anstieg
» Grundbesitz ist eine krisensichere Kapitalanlage mit steigendem Wert
» Innerhalb von zwei bis drei Jahren konnte sich der Preis für ein Waldgrundstück in der Region Freising-Süd beispielsweise nach der Finanzkrise mehr als verdoppeln
» Wald ist ein Investment, das zum Umwelt- und Klimaschutz beiträgt
» Waldbesitz bietet hohe Rechtssicherheit
 

Risiken von Wald als Kapitalanlage

» Durch die steigenden Waldpreise ist die Investition in ein ausreichend großes Waldgrundstück zwischenzeitlich relativ hoch
» Ein Waldgrundstück sollte Expertenangaben zufolge mindestens eine Fläche von 100 Hektar umfassen, damit die Holzwirtschaft rentabel betrieben werden kann
» Die Möglichkeit Waldgrundstücke zu finden, die verkauft werden, ist eher gering. Wald ist von Naturkatastrophen betroffen, die sich deutlich negativ auf den Holzpreis auswirken können
» Waldbesitz allein genügt nicht, um Erträge zu erwirtschaften oder Brennholz zu gewinnen, Wald muss bewirtschaftet werden, beispielsweise müssen regelmäßige Kontrollen auf Befall von Borkenkäfern durchgeführt werden
» Hohe Pflegekosten aufgrund enormer Pflegeauflagen für Waldgrundstücke
» Kosten für Ernte und Qualitätszertifikate sind relativ hoch und diese werden benötigt, um sich am Markt zu halten
» Innerhalb von zwei bis drei Jahren konnte sich der Preis für ein Waldgrundstück in der Region Freising-Süd beispielsweise nach der Finanzkrise mehr als verdoppeln
» Baumfällen ist keine ungefährliche Angelegenheit, dies gilt für die eigene Gesundheit ebenso wie für das Risiko für Spaziergänger im Wald
» Alteingesessene Waldbesitzer schätzen Neulinge auf diesem Gebiet nicht
» Hohe Nebenkosten beim Kauf von Grundstücken müssen erst kompensiert werden, um Gewinne erwirtschaften zu können. Dazu zählen Kosten für den Notar, anfallende Gebühren und nicht zuletzt die Grunderwerbssteuer und die kontinuierlich anfallende Grundsteuer