Thema: Lithium Thema abonnieren

Lithium ist ein seltener Rohstoff, der gebunden in Mineralien vorkommt. Das Metall ist der Grundstoff auf dem Zukunftstechnologien basieren: Lithium-Batterien stecken in Handys und Laptops und machen Elektro- und Hybridautos mobil. Technologien, die in naher Zukunft die Lithium-Ionen-Akkus ersetzen können, sind nicht in Sicht. Das hat auch das Interesse der Anleger an dem seltenen Metall geweckt.

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Lithium ist der Grundstoff, auf dem Zukunftstechnologien wie die Telekommunikationsbranche oder die Computerindustrie basieren. Lithium-Batterien stecken in Handys und Laptops; iPhones und Blackberries wären undenkbar ohne den Rohstoff. Aber auch die Automobilindustrie benötigt Lithium zum Ausbau der Flotte an Elektro- und Hybridautos. Die Zeiten der Benziner sind gezählt. Heutige Lithium-Ionen-Akkus stehen in Reichweite und Leistungsfähigkeit den Benzin- und Dieselautos um nichts nach. Es wird allerdings gemunkelt, dass die weltweiten Lithium-Vorkommen nicht ausreichen, um die ökologische Wende in der Automobilindustrie massentauglich umzusetzen. So knapp der Rohstoff, so aufwendig ist auch dessen Verarbeitung. Dennoch, Technologien, die in naher Zukunft die Lithium-Ionen-Akkus ersetzen können, sind nicht in Sicht.

Lithium ist ein seltener Rohstoff, der gebunden in Mineralien vorkommt. Die Gewinnung aus den Gesteinen ist allerdings mit einem hohen Aufwand verbunden, so dass diese Fördermethode eher eine untergeordnete Rolle spielt. Bei der Förderung von Lithium konzentrieren sich die Unternehmen auf die Salzwüsten dieser Erde. Über Jahrtausende wurde Lithium bereits aus den Gesteinen gewaschen und liegt hier in konzentrierter Form vor. Die weltweit größten Lithium-Vorkommen befinden sich in der Salzwüste Salar de Uyuni in Bolivien. Das zweitgrößte Reservoir liegt in der Atacama-Wüste in Chile. Ergänzt wird das so genannte Lithium-Dreieck durch den kleineren Salzsee Salar del Hombre Muerto in Argentinien. Die drei Salwüsten zusammen beinhalten rund 70 Prozent der weltweitern Lithium-Vorkommen. Weitere Förderstätten befinden sich in Silver Peak im Bundesstaat Nevada, USA sowie in China mit den Seen Zhabuye Lake, Tibet; Taijinaier Lake, Qinghai.

Das auf den Weltmärkten gehandelte Lithium stammt derzeit nahezu in Gänze aus den ausgetrockneten Salzseen in Chile und Argentinien. Rund 40 Prozent der globalen Lithiumproduktion wird derzeit aus dem Salar de Atacama in der nord-chilenischen Provinz Antofagasta gewonnen. Der Salzsee - aufgrund seiner Geysire und heißen Quellen durchaus eine Touristenattraktion - erstreckt sich über eine Fläche von 3.000 Quadratkilometern. Abgebaut wird Lithiumcarbonat: Das gewonnene Salz wird filtriert und verdunstet zu Lithiumcarbonat, gemischt mit Nickel- und Manganoxid entsteht der Grundstoff für Lithium-Ionen-Akkus. Der bisher größte Lithiumförderer ist der chilenische Konzern SQM. Mit Chemetall aus Frankfurt am Main mischt aber auch ein deutsches Unternehmen mit.