Kampf der Großmächte
Rohstoff-Rennen mit China: Superzyklus nimmt Fahrt auf
Die US-Regierung hat Silber und Kupfer erstmals als "kritische Mineralien" eingestuft – ein geopolitisches Signal mit weitreichenden Konsequenzen. Was das für Anleger bedeutet, erklärt Jan Willhöft bei wO TV.
Die USA reagieren damit auf Chinas zunehmende Dominanz bei der Preisbildung strategischer Rohstoffe. So kontrolliert China bereits weite Teile des physischen Goldhandels über die Shanghai Gold Exchange und treibt nun die Etablierung eigener Futures-Märkte für Platin und Palladium voran.
Auch in Deutschland tut sich etwas: Nach langem Stillstand hat die Bundesregierung einen „Rohstofffonds“ im Umfang von bis zu 1 Milliarde Euro auf den Weg gebracht. Im internationalen Vergleich bleibt das jedoch bescheiden – China investiert ein Vielfaches in globale Rohstoffprojekte, etwa in Afrika und Südostasien.
Für Anleger besonders interessant: Die strukturelle Knappheit bei Silber und der zunehmende globale Wettlauf um physische Bestände könnten weiter steigende Preise begünstigen. Goldminen wie Barrick Gold und Newmont profitieren bereits von höheren Edelmetallkursen – Barrick erhöhte jüngst die Dividende um 25 % und stockte sein Aktienrückkaufprogramm auf.
Jan Willhöft sieht klare Anzeichen für einen neuen Rohstoff-Superzyklus: "Wenn Kanada, die USA und jetzt auch Deutschland Milliarden in eigene Minenprojekte stecken, ist das der Beginn eines neuen Zyklus", sagt er bei wallstreetONLINE TV. Jetzt das komplette Video ansehen.
Moderation: Jan Willhöft

