Yen im freien Fall

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    Japan verkauft US-Anleihen – kommt jetzt der große Knall?

    Japan rutscht in eine gefährliche Zinsfalle, der Yen bricht ein und die Zentralbank sitzt auf Anleiheverlusten historischen Ausmaßes. Gleichzeitig verkaufen japanische Investoren US-Staatsanleihen.

    In diesem Video zeigt Jan Willhöft, warum ausgerechnet die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt zu einer systemischen Bedrohung für das globale Finanzsystem werden kann. Der japanische Regierungschef selbst beschreibt die Haushaltslage seines Landes als "schlimmer als die von Griechenland". Diese Einschätzung zeige, wie sehr sich Japans über Jahrzehnte fehlgeleitete Fiskalpolitik zu einem Dilemma verdichtet hat, das bereits jetzt weit über die Landesgrenzen hinaus wirkt.

    Willhöft analysiert, wie die Bank of Japan durch massenhaften Ankauf von Staatsanleihen zu über 50 Prozent der eigenen Schuldenhalter geworden ist und damit die Währung indirekt an fallende Anleihepreise gekoppelt hat. Steigende Renditen bedeuten sinkende Anleihebewertungen. Das Vertrauen in den Yen sinke dadurch. 

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    Dazu kommt die Zinsfalle. Japan kann die Zinsen nicht anheben, ohne die eigene Zentralbankbilanz zu beschädigen. Es kann sie aber auch nicht senken, ohne den Yen weiter abstürzen zu lassen und Importe wie Energie und Lebensmittel massiv zu verteuern. Ein falscher Schritt reiche, um einen globalen Schock auszulösen.

    Willhöft zeigt, wie eng Japans Schicksal mit den Kapitalmärkten der Vereinigten Staaten und Europas verknüpft ist. Japan war jahrzehntelang der größte ausländische Käufer von US-Staatsanleihen. Nun zieht sich das Land zurück. Das verschärft den Zinsdruck in den Vereinigten Staaten, deren jährliche Zinslast bei inzwischen über eine Billion US-Dollar liegt. Gleichzeitig gerät der milliardenschwere Yen-Carry-Trade ins Wanken. Damit ist die stille Finanzmaschine gemeint, die Techwerte wie Nvidia mit billigem Geld aus Tokio versorgte. Zwei Mal in diesem Jahr löste schon eine kleine Zinserhöhung in Japan spürbare Einbrüche im US-Techsektor aus.

    Parallel zeigt der Blick auf den Goldmarkt, wie stark das Vertrauen in die Währungen erodiert. Gold in japanischen Yen hat sich seit 2020 nahezu verdreifacht. Der World Gold Council stellt fest, dass Gold in Yen aktuell das bestperformende Asset des Landes ist. Goldhändler melden bereits ausverkaufte Barren. Privatanleger beginnen, aus dem Yen in Gold zu flüchten. Dieser Trend kommt sonst vor allem aus China und der Türkei. Nun erreicht er auch ein hochentwickeltes Industrieland. 

    Dieses Video zeigt, warum Japan zum globalen Risikofaktor wird!



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