Hard Assets
USA vor Uran-Engpass: Droht eine Energiekrise?
Während die USA die heimische Atomkraft zügig ausbauen wollen, sind sie in der Uranversorgung immer noch stark von Russland abhängig. Mehr dazu in einer neuen Ausgabe von Hard Assets bei wO TV.
Der CEO von Centrus Energy, einem der führenden Urananreicherungsunternehmen in den USA, warnt vor einer drohenden Versorgungslücke, die durch steigende Nachfrage und geopolitische Spannungen, insbesondere durch russische Sanktionen, verschärft wird.
Seit 2024 haben die USA bereits den Import von russischem Uran verboten, es jedoch wurden Ausnahmen bis 2028 eingeräumt. Der Brancheninsider betont, dass der Ausbau der Anreicherungskapazitäten möglicherweise nicht ausreichen werde, um die Nachfrage zu decken.
Ein weiteres Problem ist die weltweite Uranproduktion: Die USA produzieren kaum eigenes Uran, obwohl ihr Bedarf stetig steigt. In Ländern wie Kasachstan und Kanada wird der Großteil des Urans abgebaut, während Länder mit hohem Uranbedarf, wie China, Frankreich und Südkorea, weitgehend auf Importe angewiesen sind. Dies verschärft die Versorgungslage zusätzlich.
Die weltweite Uranversorgung deckt derzeit nur 83–90% des Bedarfs. Experten prognostizieren ein zunehmendes Defizit bis 2040, was den Druck auf die Minen und den Uranmarkt weiter erhöhen dürfte. Die steigende Nachfrage, insbesondere durch neue Atomkraftwerke weltweit, könnte zu einem deutlichen Preisanstieg führen.
Mehr dazu in der neuen Ausgabe von Hard Assets auf dem wallstreetONLINE YouTube-Kanal.
Moderation: Jan Willhöft
Die Centrus Energy Registered (A) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -6,52 % und einem Kurs von 166,4EUR auf Tradegate (03. März 2026, 16:02 Uhr) gehandelt.

