DB-Stratege im Gespräch
Märkte im Krisenmodus: Öl, Zinsen, Kreditrisiken – droht die nächste Eskalation?
Explosion am Golf, neue Zollgefahr, wachsende Kreditrisiken: Die Märkte stehen unter Strom. Warum jetzt vor allem Ölpreis und Zinsen entscheiden, ob es nur ein Schock bleibt – oder der Beginn von etwas Größerem.
Die Lage an den Finanzmärkten bleibt angespannt. Während geopolitische Spannungen rund um den Persischen Golf kurzfristig heftige Börsenausschläge auslösen, könnten die wirtschaftlichen Folgen deutlich länger nachwirken.
Davor warnt Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege der Deutsche Bank, im Gespräch mit wO TV. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus: Bleibt sie trotz Waffenruhe blockiert, drohen steigende Energiepreise und zunehmender Inflationsdruck. Vor allem Gaspreise entwickeln sich in Europa zum kritischen Faktor, da Speicherstände niedrig sind und eine schnelle Entspannung unwahrscheinlich erscheint.
Entscheidend für Anleger ist laut Stephan die Wechselwirkung von Ölpreis und Zinsen. Aktuell dominiert ein sogenannter Inflationstrade. Dreht sich das Bild jedoch – etwa durch fallende Zinsen bei gleichzeitig hohen Energiepreisen – könnte dies auf eine drohende Rezession hindeuten.
Moderation: Martin Kerscher


