Experte im Interview
Währungsabsicherung: Für wen sie sich lohnt – und für wen nicht
Währungsabsicherung bei Aktien – oft überschätzt und teuer. Daniel Kanzler erklärt, wann Anleger besser auf Absicherung verzichten sollten und wann sie sinnvoll ist. Ein Blick auf Risiken und Chancen für Privatanleger.
Die Frage, ob Anleger ihre Währungsrisiken absichern sollten, sorgt immer wieder für Verwirrung. Daniel Kanzler, Head of Investment bei Gert Kommer Invest, erklärt bei wO TV, warum die meisten Privatanleger das Risiko bei Aktienanlagen überschätzen und bei Währungsabsicherungen oft eher eine teure Scheinlösung wählen.
Kanzler betont, dass das Wechselkursrisiko bei Aktienanlagen häufig überbewertet wird. Bei global diversifizierten ETFs etwa spielt der Währungsumschwung keine entscheidende Rolle, da der Wert von Aktien von vielen Faktoren abhängt und nicht nur vom Wechselkurs einer einzelnen Währung.
Ein ETF auf den MSCI World etwa zeigt dieselbe Rendite, egal ob in Euro oder US-Dollar notiert. Kritisch wird es jedoch bei Anlagen wie Festgeld oder US-Dollar-Anleihen. Hier zahlt der Anleger die Zinsdifferenz für die Währungsabsicherung und nimmt somit tatsächlich ein Risiko auf sich, das in den meisten Fällen nicht nötig ist.
Moderation: Martin Kerscher


