Polleit exklusiv
Politik des Geldes: Droht Anlegern die nächste Falle?
Zentralbanken gelten als Stabilitätsanker der Märkte – doch genau diese Rolle stellt Ökonom Thorsten Polleit infrage. Jetzt bei wallstreetONLINE TV.
Im Gespräch zeichnet Polleit ein kritisches Bild des aktuellen Geldsystems und sieht darin eine zentrale Ursache für Inflation, Vermögensungleichheit und wiederkehrende Finanzkrisen. Das heutige Fiatgeldsystem sei strukturell inflationär, da Geldmengen kontinuierlich ausgeweitet würden.
Für Anleger habe das direkte Folgen: Während Vermögenspreise wie Aktien oder Immobilien steigen, verliere Geld auf dem Konto real an Kaufkraft. Besonders die Zinspolitik der Notenbanken wirkt laut Polleit als zentraler Hebel. Sinkende Zinsen verbilligten Kredite, erhöhten die Geldmenge und trieben über niedrigere Diskontierungsfaktoren die Bewertungen an den Aktienmärkten.
Gleichzeitig warnt der Ökonom vor Fehlinterpretationen bei steigenden Preisen. Nicht jeder Preisanstieg sei Inflation im monetären Sinne – etwa bei Energiepreisschocks handle es sich um temporäre Effekte. Dauerhafte Inflation entstehe hingegen durch Geldmengenwachstum. Sehen Sie jetzt die komplette Analyse im Interview mit Thorsten Polleit.
Moderation: Martin Kerscher

