Ausgerechnet wenn alle kaufen
Goldreserven weggeben? Deutschland könnte einen fatalen Fehler begehen
Deutschland soll Goldreserven verkaufen, während China, Indien und Anleger weltweit kaufen. Jan Willhöft zeigt, warum dieser Vorschlag in Zeiten von US-Dollar-Flucht und Kaufkraftverlust brisant ist.
Sollte Deutschland wirklich Goldreserven verkaufen, während andere Länder genau das Gegenteil tun? Jan Willhöft von AXINO Capital greift die Forderung von Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, auf und ordnet sie in ein größeres Bild ein.
Willhöfts klare Botschaft: Gold ist keine beliebige Haushaltsreserve, sondern eine strategische Absicherung in einer Welt, in der das Vertrauen in Papiergeld weiter bröckelt.
Er verweist auf Fox News und die neue Handelsvereinbarung zwischen China und Brasilien, bei der der US-Dollar offenbar umgangen werden soll. Er spricht über die wachsende Bedeutung alternativer Zahlungssysteme der BRICS-Staaten und über die Frage, wie lange Sanktionen über das Dollarsystem überhaupt noch wirken.
Dazu kommt der Blick auf die Vereinigten Staaten, wo die Inflationserwartungen steigen, während die Federal Reserve zwischen Zinslast und Inflationsdruck gefangen ist. Für Willhöft ist das ein weiterer Grund, warum immer mehr Anleger und Zentralbanken aus dem Papiergeldsystem herauswollen.
Auch Deutschland steht aus seiner Sicht vor einer Grundsatzentscheidung. Der World Gold Council meldet für das erste Quartal 2026 eine um zwei Prozent gestiegene weltweite Goldnachfrage. Besonders Barren und Münzen sind gefragt. In Indien hat die Investmentnachfrage nach Gold erstmals die Schmucknachfrage übertroffen.
Willhöft erklärt im Video, warum er einen Verkauf deutscher Goldreserven für das völlig falsche Signal hält.
Gold wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,35 % und einem Kurs von 4.579USD auf Lang & Schwarz (05. Mai 2026, 15:21 Uhr) gehandelt.

