Neue Hoffnung für Autobauer
Warum Mercedes, VW und Daimler Truck plötzlich auf Defense setzen
Steigende Verteidigungsausgaben in Europa wecken Fantasien an der Börse: Können deutsche Autobauer vom Rüstungsboom profitieren? Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht Chancen und warnt vor überzogenen Erwartungen.
Die milliardenschweren Aufrüstungsprogramme in Europa eröffnen der deutschen Autoindustrie neue Geschäftsmöglichkeiten. Während Hersteller wie Mercedes-Benz, Daimler Truck, MAN und Volkswagen bereits erste Schritte in Richtung Verteidigungsgeschäft ausloten, mahnt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center for Automotive Research (CAR) zur Nüchternheit.
Der Markt wächst zweifellos. In Europa werden laut Dudenhöffer jährlich rund 400 Milliarden Euro für Verteidigung ausgegeben, davon etwa 100 Milliarden Euro für Ausrüstung und Fahrzeuge. Besonders Nutzfahrzeughersteller wie Daimler Truck und MAN seien bereits seit Jahren im Militärgeschäft aktiv und könnten von den steigenden Budgets profitieren.
Gleichzeitig verändert sich die Rolle der Fahrzeuge. Künftig könnten Lkw und Spezialfahrzeuge nicht nur Transportaufgaben übernehmen, sondern als Trägerplattformen für Drohnen, Sensorik oder andere militärische Systeme dienen. Dadurch entstehen neue Geschäftsfelder für die Automobilindustrie.
Moderation: Martin Kerscher

