Hard Assets
Putins Raffinerien unter Druck – doch die Kriegswirtschaft hält dagegen
Ukrainische Angriffe treffen Russlands Raffinerien immer härter. Moskau muss bereits Treibstoff importieren. Doch reicht der Druck aus, um Putins Kriegswirtschaft ernsthaft ins Wanken zu bringen?
Die Ukraine nimmt zunehmend Russlands Energieinfrastruktur ins Visier. Allein im Juli wurden Berichten zufolge mehr als 100 Langstreckenangriffe auf Ziele tief im russischen Hinterland registriert. Getroffen wurden unter anderem große Raffinerien und Petrochemieanlagen.
Die Folgen sind spürbar, wie Jan Willhöft von Axino Capital in der neuen Ausgabe von Hard Assets erklärt. Russlands Raffinerieauslastung soll gegenüber dem saisonal üblichen Niveau deutlich gesunken sein. Moskau reagiert mit Exportbeschränkungen für Kraftstoffe. Gleichzeitig soll Russland bereits Benzin aus Indien importieren.
Das zeigt die Schwachstelle der russischen Energiewirtschaft: Rohöl ist weiterhin vorhanden, doch die Verarbeitung zu Diesel und Benzin wird zunehmend schwieriger. Sanktionen erschweren zudem die Beschaffung von Ersatzteilen für beschädigte Anlagen.
Für Anleger rücken damit Rohstoffe und Energiekonzerne weiter in den Fokus. Angespannte Raffineriekapazitäten, niedrige strategische US-Ölreserven und steigende geopolitische Risiken könnten den Ölmarkt länger beschäftigen.
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Moderation: Jan Willhöft
Öl (Brent) wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,69 % und einem Kurs von 86,88USD auf Lang & Schwarz (13. August 2026, 15:29 Uhr) gehandelt.

