Zinsalarm in Washington
US-Anleihen unter Druck: Was Bessents Rückkäufe wirklich bezwecken
Das US-Finanzministerium greift zunehmend in den Markt für Staatsanleihen ein. Kapitalmarktexperte Martin Lück sieht darin ein Signal für zunehmende Nervosität in Washington.
Im Gespräch mit wallstreetONLINE spricht Martin Lück, Geschäftsführer von Macro Monkey und Chef-Anlagestratege von Franklin Templeton Deutschland über die Eingriffe des US-Finanzministeriums in die Bond-Märkte.
Washington kauft derzeit langlaufende US-Staatsanleihen mit Laufzeiten von zehn bis 30 Jahren zurück und finanziert dies über die Ausgabe kurzfristiger Schuldtitel. Dadurch verändert sich die durchschnittliche Laufzeit der US-Verschuldung. Das Volumen der Rückkäufe wurde zuletzt von zwei auf vier Milliarden US-Dollar verdoppelt.
Angesichts von rund 30 Billionen US-Dollar ausstehenden US-Staatsanleihen sei das zwar klein, doch Lück sieht darin ein Signal. Auch die jüngste Zusammenarbeit zwischen den USA und Japan bei der Stabilisierung des Yen wertet Lück als Hinweis auf die Sensibilität Washingtons. Japan ist einer der größten ausländischen Halter von US-Staatsanleihen. Ein stärkerer Verkauf amerikanischer Anleihen hätte zusätzlichen Renditedruck auslösen können.
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Moderation: Martin Kerscher
Die Währung EUR/USD wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von 0,00 % und einem Kurs von 1,158USD auf Forex (30. August 2026, 09:41 Uhr) gehandelt.

