Der stille Angriff auf den USD
China, Russland, Indien: Beginnt hier eine neue Finanzordnung?
China, Russland und Indien treiben den Handel in eigenen Währungen voran. Jan Willhöft sagt, welche Zahlen jetzt aufhorchen lassen und wieso Anleger gut beraten sind, US-Dollar, Gold und US-Anleihen im Blick zu behalten.
Der US-Dollar dominiert das globale Finanzsystem. Doch im Hintergrund entstehen Alternativen. Jan Willhöft, Partner von AXINO Capital, blickt deshalb auf das Treffen der Shanghai Corporation Organization mit China, Russland und Indien.
Im Fokus steht die Frage, wie weit die Abkehr vom US-Dollar bereits fortgeschritten ist. Nach Angaben der Organisation wurden rund 400 Milliarden US-Dollar Handel zwischen Mitgliedstaaten fast vollständig in nationalen Währungen abgewickelt.
Besonders deutlich zeigt sich der Wandel in Russland: Laut den von Willhöft gezeigten Daten von Merzius werden aktuell rund 30 Prozent des russischen Außenhandels in chinesischen Yuan abgewickelt. Interfax zufolge liefen 2025 zudem 53,7 Prozent der russischen Exporterlöse über den Rubel. 2021 waren es erst 14,3 Prozent.
Gleichzeitig baut China ein alternatives Zahlungssystem auf, während China und Japan ihre Bestände an US-Staatsanleihen reduzieren. Für Willhöft ist der Dollar deshalb noch lange nicht vom Thron gestoßen. Doch die Richtung sei klar: Je besser Handel ohne US-Dollar funktioniert, desto attraktiver könnten alternative Strukturen werden.
Was das für den US-Dollar, US-Staatsanleihen, Gold und Rohstoffe bedeutet, erklärt Jan Willhöft im neuen Video auf wallstreetONLINE TV.

