Experte im Interview
"Zinserhöhungen gegen Inflation sind wie Schneeketten in der Sahara"
Die Inflation ist zurück, sagen viele. Falsch, sagt Finanzjournalist Raimund Brichta. Warum er für den Bitcoin besonders bullish ist.
Im Gespräch mit wallstreetONLINE TV nennt der Buchautor die aktuellen Preissteigerungen einen einmaligen Schock durch den gestiegenen Ölpreis, ausgelöst durch den Iran-Krieg. Eine echte Inflation mit Lohn-Preis-Spirale sieht er nicht, dafür fehle der Wirtschaft schlicht der Spielraum.
Schon im Februar 2026 dürfte der Effekt aus der Statistik verschwinden, prognostiziert er. Zinserhöhungen der Notenbanken hält Brichta gegen einen Ölpreisschock für wirkungslos, vergleichbar mit Schneeketten in der Sahara.
Zinsen folgten der Inflation, nicht umgekehrt. Als Beleg nennt er Japan, wo die Teuerung auch ohne Leitzinserhöhung zurückging.
Scharf äußert sich Brichta zur Unabhängigkeit der US-Notenbank. Die sei ohnehin ein Mythos, da Notenbankchefs überall politisch bestimmt würden. Donald Trumps Drohung, Handelspartnern mit Überschuss den Handel zu kappen, sollte sein Fed-Kandidat die Zinsen nicht senken, hält er für Unsinn, könnte aber taktisches Kalkül sein.
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Moderation: Martin Kerscher
Bitcoin wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +2,32 % und einem Kurs von 78.591USD auf CryptoCompare Index (14. September 2026, 16:34 Uhr) gehandelt.

