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    Devisen Eurokurs fällt kurzzeitig unter die Marke von 1,20 Schweizer Franken

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  05.04.2012, 13:10  |  808 Aufrufe  |   | 

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag erstmals seit dem 6. September 2011 unter die Marke von 1,20 Schweizer Franken gefallen. Damals hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Mindestkurs für den Euro auf 1,20 Franken festgelegt. Zeitweise fiel der Euro bis auf 1,1999 US-Dollar. Zuletzt erholte sie der Euro etwas und wurde zuletzt mit 1,2016 Franken gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro noch 1,2040 Franken gekostet.

    Die Verunsicherung an den Märkten wegen der europäischen Schuldenkrise hatte zuletzt wieder zugenommen. So sind die Risikoaufschläge für italienische und spanische Staatsanleihen deutlich gestiegen. In diesem Umfeld wird üblicherweise eine als sicher geltende Währung wie der Franken gesucht. 'Es ist jedoch nicht einleuchtend warum heute sich die Lage so verschärft hat', sagt You-Na Park Devisenexpertin von der Commerzbank. Es habe schließlich keine neuen negativen Nachrichten aus der Eurozone gegeben.

    Die Schweizerische Nationalbank wird nach Einschätzung von Park die Marke von 1,20 Franken mit Interventionen weiter verteidigen. 'Da gibt es keine Zweifel'. In der Schweiz gebe es keine Inflationsgefahren sondern eher Deflationsgefahren, sagte Park. Ein Anstieg des Schweizer Frankens würde diese verschärfen. So waren die Verbraucherpreise in der Schweiz waren im März um 1,0 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gesunken.

    Der Eurokurs fiel zudem auch unter die Marke von 1,31 US-Dollar und wurde zuletzt mit 1,3073 Dollar gehandelt. Seit Dienstag befindet sich der Euro zum Dollar auf Talfahrt. Die gesunkene Hoffnung auf eine weitere geldpolitische Lockerung in den USA und die Verschärfung an den Anleihemärkten in Spanien und Italien lasten laut Händlern auf der Gemeinschaftswährung. An den Anleihemärkten der beiden Länder hat sich die Lage nach der enttäuschenden Versteigerung von spanischen Staatspapieren am Mittwoch verschärft./jsl/jkr



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