Profil
Der Deutsche Aktienindex - kurz DAX - gibt die tägliche Börsenentwicklung der 30 umsatzstärksten, an der Frankfurter Wertpapierbörse notierten, Unternehmen wieder. Er gilt sowohl national als auch international als Leitindex des deutschen Aktienmarktes. Der DAX dokumentiert die Entwicklung der sogenannten Bluechip-Unternehmen und stellt somit ein Stimmungsbarometer der deutschen Volkswirtschaft dar. Der Name Bluechip kommt aus der Kasinosprache und bezeichnet die Chips mit dem höchsten Wert. Analog wird das Wort für die Aktien der größten und solidesten Unternehmen eines Landes verwendet.
Es wird zwischen Kurs- und Performanceindex unterschieden. Die meisten Indizes veröffentlichen ausschließlich den Kurs- oder auch Preisindex, während beim Deutschen Aktienindex beide Formen berechnet werden. In der Regel geben die Medien nur den Performanceindex wieder. Der wesentliche Unterschied beider Indizes besteht darin, dass der Performanceindex im Gegensatz zum Kursindex bei der Berechnung die Reinvestition der Dividenden voraussetzt.
Damit ein Unternehmen in den DAX aufgenommen werden kann, muss es einige Grundvoraussetzungen erfüllen. Zunächst einmal muss es seinen Sitz bzw. Handelsschwerpunkt in Deutschland haben. Es muss außerdem eine Auflistung im Prime Standard, eines Börsensegmentes der Wertpapierbörse in Frankfurt, erfolgen. Die Aktien sollten über Xetra, ein elektronisches Handelssystem der Deutschen Börse, gehandelt werden. Schließlich müssen mindestens 10 Prozent der Aktien Free Float Aktien sein, d. h. sich im Streubesitz befinden.