Profil
Blue Chips, Aktien von großen Unternehmen mit hohem Börsenwert und großem Handelsvolumen, sind beliebt bei den Anlegern. Sie gelten im Vergleich mit anderen Aktien als überdurchschnittlich sicher. Riskante Anlagen in kleine oder wenig bekannte Aktiengesellschaften werden gerne mit Bluechips ausgeglichen, um ein ausgewogenes Aktien-Portfolio zu erhalten. Da sie verhältnismäßig wenig überraschende Kursschwankungen mitmachen, gilt ihr Kurs als repräsentativ für die Lage auf dem Aktienmarkt. Die bekanntesten Aktienindizes beruhen auf Bluechips: in Deutschland der DAX, in den USA der Dow Jones Industrial Average – und im Euroraum der Dow Jones EuroStoxx50.
Wie der Name schon andeutet, sind in dem Dow Jones EuroStoxx50 Index 50 Unternehmen vertreten. Aktien der Länder Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Holland sind am stärksten vertreten. Die am meisten gewichteten Branchen sind der Bankensektor, die Energiekonzerne, Versicherungen, Öl- und Gaskonzerne sowie Telekommunikationsunternehmen, Chemiekonzerne und Nahrungsmittelriesen.
Der EuroStoxx50 wurde 1998 ins Leben gerufen. Bis dahin gab es zwar Indizes in den einzelnen Ländern der Eurozone, jedoch keinen, der aus den Blue Chips aller Euro-Länder einen gewichteten Durchschnitt errechnete. Der Index wird vom Unternehmen Stoxx Limited geführt, einem Unternehmen der Deutschen und der Schweizer Börse in Zürich. Jedes Jahr im September wird die Zusammensetzung des Index neu überprüft. Aktiengesellschaften, die den Kriterien nicht mehr entsprechen, werden gegebenenfalls ersetzt.