Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

EADS Airbus will laut Medienbericht Produktion von A380-Flügeln optimieren

Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
 |  07.05.2012, 11:15  |  288 Aufrufe  |   | 

Leiden (www.aktiencheck.de) - Der zum Luft- und Raumfahrtkonzern EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) gehörende Flugzeugbauer Airbus will den Flügelproblemen beim Großraumflugzeug A380 zu Leibe rücken.

Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Montag) will Airbus die Flügelproduktion für den A380 zum Jahresende umstellen. Damit sollen die vor einigen Monaten entdeckten kleinen Risse im Inneren der Tragflächen künftig vermieden werden.

Airbus will nach Angaben eines Sprechers im vierten Quartal die Flügelproduktion so ändern, dass damit das Rissproblem behoben ist. Derzeit treten in einem begrenzten Teil der Tragflächen kleine Risse in den sogenannten Rippenfüßen aus einer speziellen Metalllegierung auf. Davon sind etwa 4.000 pro Flieger verbaut. Die neue Lösung werde das Gewicht des Flugzeugs nicht erhöhen. Die volle Einsatzfähigkeit bleibe gewährleistet, wird ein A380-Experte von der Wirtschaftszeitung zitiert.

Airbus hat die Produktion des A380 laut dem Bericht zur Vorbereitung der technischen Änderungen bereits leicht von rechnerisch 2,7 auf 2,3 Flugzeuge pro Monat gedrosselt. Das Ziel von 30 Auslieferungen in diesem Jahr gelte aber weiter. Insgesamt haben Kunden bislang 73 Maschinen erhalten. Derzeit liegen von 20 Kunden zusammen rund 260 Festbestellungen für das größte Passagierflugzeug der Welt vor.

Die europäische Luftsicherheitsbehörde EASA will wiederum in der Angelegenheit laut einem Sprecher "etwa Ende Mai eine neue Sicherheitsanweisung veröffentlichen". Statt der Anfang Februar verkündeten Einmalprüfung der Tragflächen nach 1.300 Flügen sei die Einführung regelmäßiger Prüfintervalle geplant. Zudem stehe noch die Zertifizierung der endgültigen Reparaturlösung und der neuen Produktionsmethode an. "Was genau wir Ende Mai vorlegen, ist noch offen", sagte der Sprecher gegenüber der Wirtschaftszeitung. "Wir verstehen jetzt viel besser die Ursachen und können darauf gezielt reagieren." Die Flugsicherheit sei somit weiter gewährleistet.

Die endgültige Lösung für die Flügelprobleme des A380 ist für Airbus, den Mutterkonzern EADS und die Fluggesellschaften nach Angaben der Wirtschaftszeitung von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. In die Bilanz 2011 hatte EADS bereits 105 Mio. Euro Kosten für erste Reparaturen eingestellt. Laut dem Bericht erwarten Unternehmenskenner weitere Belastungen. So gibt es bei großen A380-Kunden Verärgerung über das technische Malheur. Zwar wird Airbus wegen der Herstellergarantie die Reparaturen bezahlen. Die Fluggesellschaften fordern aber zudem Schadensersatz etwa für Umsatzausfälle während der Reparaturzeit des A380. Anfang März sprach Emirates-Chef Tim Clark von einer Forderung von 90 Mio. US-Dollar. Die Fluggesellschaft Qatar Airways drohte jüngst damit, die Abnahme ihrer ersten A380-Modelle im nächsten Jahr zu verschieben, falls sie nicht die neue Flügeltechnik bekämen.

Die Aktie von EADS verliert derzeit 0,85 Prozent auf 29,26 Euro. (07.05.2012/ac/n/d)


Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Enthaltene Werte

WertpapierKursZeitPerf. in %
44,50
25.07.
-1,90

Top Nachrichten aus der Rubrik