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Krebserregender Pflanzenschutz Und täglich lockt das Glyphosat - Diesmal am Morgen in Wattepads und Wattestäbchen

07.03.2016, 12:01  |  3717   |   |   

Vor Kurzem berichtete wallstreet:online über Glyphosat-Funde in deutschen Bieren. So ergab eine Untersuchung des Münchener Umweltinstituts, dass mehrere deutsche Biersorten mit Glyphosat belastet sind. „Ein Stoff, der wahrscheinlich krebserregend ist, hat weder im Bier noch in unserem Körper etwas verloren", erklärte damals eine Sprecherin des Umweltinstituts. Gut, Sie trinken kein Bier und denken sind außer Gefahr? Nun, die Gefahr lauert auch an anderer Stelle.

Glyphosat in der Kosmetikindustrie

Eine Stichprobe des ZDF-Wirtschaftsmagazins "WISO" hat das Unkrautbekämpfungsmittel auch in Wattepads und Wattestäbchen nachgewiesen. Und dabei nicht allein in konventionellen, sondern auch in einem Bio-Produkt. Die dabei gemessenen Werte seien höher als die bestehenden Grenzwerte für Trinkwasser. Allerdings gibt es bislang für textile Produkte keine Grenzwerte für Glyphosat. Textilprodukte werden bislang nicht regelmäßig auf den Wirkstoff untersucht. Es steht aber zu erwarten, dass der vermutlich krebserregende Unkrautvernichter unser täglicher Begleiter und präsenter ist, als wir uns das derzeit vorstellen können.

Insgesamt 31 Hygieneprodukte hat die ZDF-WISO-Redaktion auf Glyphosat testen lassen. Dabei wurde in sechs Wattepads/Wattestäbchen der Hauptmetabolid AMPA in einer Konzentration zwischen 15 bis 90 ppb gemessen. AMPA ist ein Abbauprodukt von Glyphosat und dient dem Nachweis des Unkrautbekämpfungsmittels.

Kippt die Zulassung von Glyphosat?

Ende das Jahres ist die Genehmigung für den Einsatz von Glyphosat in der Europäischen Union ausgelaufen. Die Hersteller von Düngemitteln wie Monsanto, Syngenta, Compo oder Dow AgroSciences, die Produkte mit Glyphosat auf dem Markt haben, rühren kräftig die Trommel, dass einer weiteren Zulassung ihrer Glyphosat-Produkte nichts im Wege steht.

Das Umweltbundesamt lehnt jedoch eine weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der EU ab. Im ZDF-Wirtschaftsmagazin "WISO" begründet Andreas Gies vom Umweltbundesamt dies mit den Schäden, die Glyphosat in der Umwelt und in der Nahrungskette verursache. Analysen des Umweltbundesamtes hätten Glyphosat in immer mehr Menschen in immer höheren Konzentrationen gefunden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Weltgesundheitsorganisation Glyphosat aufgrund des Nachweises der Krebsgefahr bei Tierversuchen als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft. Das sollte man nicht ignorieren, forderte Gies. "Wegen dieser Umweltauswirkungen ist das Umweltbundesamt nicht in der Lage, einer weiteren Zulassung zuzustimmen." Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hingegen kam im November zu dem Schluss, es sei "unwahrscheinlich, dass von Glyphosat eine Krebsgefahr ausgeht." Allerdings waren die Experten des Instituts nicht alle einer Meinung (mehr dazu hier). Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kam zu dem Schluss, dass bei richtiger Anwendung kein Krebsrisiko für den Menschen zu erwarten sei (siehe hier).

Was ist Glyphosat?

Glyphosat ist einer der weltweit am meisten eingesetzten Herbizide in Pflanzenschutzmitteln. Der Wirkstoff wird seit der zweiten Hälfte der 1970er Jahre in der konventionellen Landwirtschaft mit dem Ziel der Unkrautbekämpfung sowie die Beschleunigung der Erntereifung eingesetzt - wie zum Beispiel im Weinbau, beim Anbau von Kartoffeln, Feldfrüchten, Obst und Getreide. Dementsprechend finden sich in vielen Böden, Gewässern und Grundwassern Glyphosat-Rückstände, der Streit um die krebserregende Wirkung scheint dabei genauso alt, wie das Mittel selbst. 

Wertpapier: Monsanto, Syngenta


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Krebserregender Pflanzenschutz Und täglich lockt das Glyphosat - Diesmal am Morgen in Wattepads und Wattestäbchen

Das deutsche Reinheitsgebot in Gefahr, Glyphosat im deutschen Bier. Gut, Sie trinken kein Bier und denken sind außer Gefahr? Nun, die Gefahr lauert auch an anderer Stelle. Jeden Morgen und auch am Abend - für jung und auch alt.

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