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Marktkommentar: Panthera Solutions: Missbrauchte Riesen?
Foto: www.assetstandard.de

Marktkommentar Panthera Solutions: Missbrauchte Riesen?

Nachrichtenquelle: Asset Standard
11.04.2016, 09:26  |  710   |   |   

Aufgrund regulatorischer Vorgaben sind betriebliche und überbetriebliche Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa heute vielfach gar nicht mehr in der Lage, ihre Aufgabe so zu erfüllen, wie es unter ethischen Gesichtspunkten eigentlich geboten wäre.

Gemessen an ihrer wirtschaftlichen Bedeutung verhalten sich Europas betriebliche Vorsorgeeinrichtungen auffällig unauffällig. In den Niederlanden und der Schweiz verwalten die Einrichtungen der zweiten Säule Volumina, die größer sind als die Bruttoinlandsprodukte dieser Länder. In etlichen anderen Staaten bringen sie immerhin die Hälfte oder mehr der jeweiligen Wirtschaftsleistung auf die Waage (siehe Grafik "Mächtig oder ohnmächtig?"). Wer solche Beträge veranlagt, könnte man denken, hat auch beträchtlichen Einfluss auf die Wirtschaft, die Wirtschaftspolitik beziehungsweise auf die Gesetze, auf deren Basis investiert werden muss. Genau das ist aber nicht der Fall. Tatsächlich kaufen diese Investmentgiganten vor allem Staatsanleihen von OECD-Ländern mit Schwerpunkt Europa - und zwar nicht freiwillig, sondern weil ihnen der Regulator wenig Alternativen lässt. 30 Prozent der Assets sind es etwa bei den österreichischen Pensionskassen, in Deutschland ist die Situation nicht viel anders. Bis vor wenigen Jahren gab es daran auch nur wenig auszusetzen. Als Investoren, die in Dekaden denken müssen, benötigen Pensionskassen und ähnliche Institutionen Instrumente, deren Profil zu ihren Verpflichtungen passt: lange Laufzeiten, wenig Risiko und kalkulierbare Erträge. Die letzten beiden Punkte sind neuerdings jedoch ein Problem. Als wie nachhaltig sind Engagements in europäische Staatsanleihen heute zu bewerten? "Mag man in den Verträgen mit seinen Kunden auch hinreichend juristisch abgesichert sein, so stellt sich doch die Frage, ob es ethisch vertretbar ist, in die Schulden bankrotter Staaten zu investieren", meinte etwa Maximilian Burger-Scheidlin, Geschäftsführer ICC Austria - Internationale Handelskammer, absichtlich provokant anlässlich seines Vortrags vor hochkarätigen Vertretern des österreichischen Pensionskassenwesens, den er im Rahmen des 39. Symposiums des Fachverbandes der Pensionskassen im Februar in Wien hielt.

Es sei zu hinterfragen, ob Anlagen in Staatsschulden abseits der Altbestände, die noch laufende Renditen oberhalb des Rechnungszinses erbringen, ein geeignetes Anlageinstrument darstellen. Denn mit eingekauften negativen oder Minimalrenditen wie bei deutschen zehnjährigen Bunden von 0,25 Rendite pro Jahr sei eine Zielverfehlung festgeschrieben, von einem realen Kaufkrafterhalt ganz zu schweigen, kritisiert Burger-Scheidlin weiter. Auch eine Internationalisierung bei Staatsanleihen helfe wenig, sei doch bereits ein gutes Viertel (26 Prozent) aller Govies weltweit mit negativer Rendite behaftet, wie die Grafik "Ertrags-, aber nicht risikolos" zeigt, und das mit steigender Tendenz. 64 Prozent der globalen Staatsanleihen werfen aktuell weniger als ein Prozent Ertrag ab.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag hier: Download PDF

http://www.mmd-direct.de/modul.php?modul=downloads&modulkat=fileopen&ID=1453



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Aufgrund regulatorischer Vorgaben sind betriebliche und überbetriebliche Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa heute vielfach gar nicht mehr in der Lage, ihre Aufgabe so zu erfüllen, wie es unter ethischen Gesichtspunkten eigentlich geboten wäre. Gemessen an ihrer wirtschaftlichen Bedeutung verhalten sich Europas betriebliche Vorsorgeeinrichtungen auffällig unauffällig. In den Niederlanden und der Schweiz verwalten die Einrichtungen der zweiten Säule Volumina, die größer sind als die Bruttoinlandsprodukte dieser Länder. In etlichen anderen Staaten bringen sie immerhin die Hälfte oder mehr der jeweiligen Wirtschaftsleistung auf die Waage (siehe Grafik "Mächtig oder ohnmächtig?").

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