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DaxVestor Kommentar Es gibt keine Vermögenssteuer? Doch!

Gastautor: Stefan Böhm
15.04.2016, 17:05  |  1134   |   |   

Zugegeben, formell betrachtet ist uns eine Vermögenssteuer bisher erspart geblieben. Trotzdem werden wir täglich zur Kasse gebeten. Wer sich nicht wehrt, wird jeden Tag ein Stückchen ärmer.

Zuletzt wurde die Vermögenssteuer 1996 erhoben, bis das Bundesverfassungsgericht entschied, dass eine unterschiedliche Besteuerung nicht mit dem Gleichheitsgrundgesetz vereinbar sei. Dem stimmte die damalige Regierung wenig überraschend nicht zu, seither wird sie aber nicht mehr erhoben. Wichtig: Selbst Befürworter einer solchen Steuer fordern Freigrenzen, es geht also um Vermögen ab dem siebenstelligen Bereich.

Die unerkannte Gefahr

Die „schleichende Vermögenssteuer“ kennt dagegen keine Grenzen und belastet kleine wie große Vermögen gleichermaßen, zumindest relativ betrachtet. Sie ist daher viel ergiebiger als eine echte Vermögenssteuer. Ich spreche von Geldentwertung. Die Inflation funktioniert aus Sicht des Staates ähnlich einer Vermögenssteuer, ist allerdings wesentlich effektiver. Zudem müssen sich Politiker nicht mit nörgelnden Wählern rumschlagen, schließlich ist die Inflation ein Phänomen wie das Wetter oder Stau auf der Autobahn – keiner kennt die Ursache, keiner ist schuld. Ist das wirklich so? Ich habe meine Zweifel und gebe zu bedenken: Es ist kein Zufall, dass EZB und US-Notenbank offizielle Inflationsziele (keine Wachstumsziele) ausgeben.

 

Entschuldung durch die Hintertür

Je nach Inflationsrate wird Ihr Vermögen jeden Tag weniger wert, insbesondere wenn es sich um reines Geldvermögen handelt. Für den Staat hingegen ist Inflation immer ein lohnendes Geschäft: Während sich die Steuereinnahmen erhöhen, bleiben die Ausgaben relativ konstant, wenn die Zinsen nicht im gleichen Maße angehoben werden. Dazu kommt die „kalte Progression“ – steigende Einkommen führen zu einem erhöhten Steuersatz und netto ist weniger im Portemonnaie. Die Bundesregierung wollte sich bereits damit beschäftigten, ganz so eilig hat sie es aber offenbar nicht.

 

Fazit

Dieser Gefahr wird allgemein unterschätzt: In den 1970er Jahren drohte die Geldpolitik schon mal außer Kontrolle zu geraten, die Inflationsrate lag bei fast 8%. Ihr Vermögen verliert in so einem Umfeld innerhalb von nur 5 Jahren ein Drittel an Wert, nach 20 Jahren wären es 90%. Gibt es einen Schutz? Ich  wiederholen mich: Aktien von Konsumwerten halten sich gut in derartig angespannten Marktphasen, der klarste Profiteur ist aber eindeutig Gold. Noch ist die Inflationsrate verhältnismäßig niedrig, aber dieser Zustand kann sich schnell ändern.

Ihr
Stefan Böhm
Chefredakteur DaxVestor

 



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Stefan Böhm ist Börsianer mit Leib & Seele. Über die Internetseite www.boehms-dax-strategie.de bietet der Diplom-Volkswirt und Börsenjournalist eine Wissensplattform vom Börsenanfänger bis zum Börsenprofi. Seit 1994 publiziert Böhm in renommierten Fachmagazinen (z.B. als Chefredakteur des Optionsschein-Magazins) und gibt seit 2001 als Geschäftsführer der ATLAS Research GmbH Börsenmagazine und Briefe heraus. Zu seinen Erfolgen zählen nach eigenen Angaben u.a. die punktgenaue Warnung vor der Finanzkrise (2007 mit Gewinn + 335%), das Setzen auf steigende Aktienkurse (seit 2012) und die Vorhersage des Rohöl-/Rubel-Crash (2014).

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Zugegeben, formell betrachtet ist uns eine Vermögenssteuer bisher erspart geblieben. Trotzdem werden wir täglich zur Kasse gebeten. Wer sich nicht wehrt, wird jeden Tag ein Stückchen ärmer.

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