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Fröhlichen Steuerzahler-Gedenktag allerseits! Jubel, Trubel, Heiterkeit: Ab heute dürfen Steuerzahler ihr Einkommen für sich behalten

12.07.2016, 11:23  |  3798   |   |   

Der Bund der Steuerzahler hat den Steuerzahler-Gedenktag für das Jahr 2016 berechnet. Ab heute, dem 12. Juli, um 14:44 Uhr dürfen Bürger und Betriebe ihr erwirtschaftetes Einkommen für sich selbst nutzen. Alles vorher verdiente floss bis dato an den Staat.

Auch wenn er von einigen Akteuren gern als Milchmädchenrechnung abgetan wird, spiegelt der jährliche Steuerzahler-Gedenktag doch recht eindrücklich wieder, wie hoch die durchschnittliche Steuerbelastung für jeden Einzelnen in der Volkswirtschaft ist. Denn alles, was vor diesem Tag verdient wurde, fließt in Form von Steuern, Abgaben und Quasi-Steuern (z.B. Rundfunkgebühren) im Laufe des Jahres an den Fiskus. 

Mit dem 12. Juli hat sich der Stichtag, an dem man sein Geld dann endlich für sich selbst behalten darf, im Vergleich zum Vorjahr um einen Tag nach hinten verschoben. Die Einkommensbelastungsquote hat sich damit von 52,4 Prozent auf 52,9 Prozent erhöht. Das bedeutet, dass von einem verdienten Euro letztlich nur noch 47,1 Cent übrig bleiben. 

77 Prozent der vom Steuerzahlerbund befragten Bürger empfinden diese Belastung als "zu hoch", im März 2015 waren es noch 63 Prozent. Der Verein fordert daher die Abschaffung des Solidaritätszuschlags, eine Wohnkostenbremse und einen dauerhaften Abbau der kalten Progression.

Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass am Ende alle Steuerzahler gleichermaßen von den öffentlichen Mitteln profitieren, denn damit würden Bereiche wie Bildung, Sicherheit, Verteidigung, Kinderbetreuung und Straßenbau finanziert (mehr dazu im "Handelsblatt").  



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Kommentare

Auch hier bei w-o gibt es Leute, die meinen,
mit ihren ermäßigten Mehrwertsteuern und Branntweinsteuern,
finanziert von Staatsknete,
würden sie einen Beitrag zur Staatsfinanzierung leisten.
:eek:
Was ist hier unter Abgaben zu verstehen?

Lt. BdSt sind damit die Abgaben zur Sozialversicherung gemeint.

Dies sollte man schon entsprechend hervorheben.
Sonst denkt der eine oder andere noch, er bezahlt zu wenig Steuern und bekommt im schlimmsten Fall noch ein schlechtes Gewissen ,-)

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