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Marktkommentar: Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (08. Juli 2016)
Foto: www.assetstandard.de

Marktkommentar Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (08. Juli 2016)

Nachrichtenquelle: Asset Standard
13.07.2016, 12:03  |  334   |   |   

Nachdem der Brexit bereits seine beiden ersten Opfer gefordert hat (das britische Pfund und die europäischen Aktienmärkte), gerät nun der britische Immobilienmarkt in eine Liquiditätskrise: Eine Reihe namhafter Vermögensverwalter mussten die Rücknahme von Anteilen an ihren offenen Immobilienfonds (mit einem Vermögen von zusammen zwischen 15 und 20 Mrd. Euro) aussetzen. Dies dürfte so manchen daran erinnern, dass die Blasenbildung in einer Anlageklasse früher oder später immer dazu führt, dass Luft abgelassen wird. Ein Vermögenswert lässt sich nur dann als sicherer Anlagehafen bezeichnen, wenn seine Wertentwicklung nicht von seinen greifbaren Fundamentaldaten losgelöst ist.

Die Höhe der in diesem Sektor erzielten Wertzuwächse erklärt auch zu einem Teil, warum sich die Anleger nach jahrelangen Steigerungen der berichtigten Reinvermögen nun von diesen Investments trennen möchten. Die nächsten Opfer könnten somit der nicht börsennotierte Immobiliensektor und der Wohnungsmarkt im Vereinigten Königreich sein, wobei dies jedoch schon ein Vorläufer einer britischen Wirtschaftskrise wäre.

Immobilien- und Wirtschaftskrise gehen in der Regel Hand in Hand und ergänzen sich ,perfekt'. Eine eindrucksvolle Parallele ließe sich auch zu den Staatsanleihen der Mitgliedsländer der Europäischen Union ziehen, die zu 55 % eine negative Rendite aufweisen. Viele von ihnen erfüllen im Übrigen nicht mehr die Anforderungen des Anleihenkaufprogramms der EZB (31 %, d. h. Vermögenswerte in Höhe von 2.300 Mrd. Euro).

Für die italienischen Banken heißt es neuerdings "Chi va piano ... va malsano". Zu viel Zeit wurde bei der Lösung des Problems der notleidenden Kredite oder Non Performing Loans (NPLs) in den Bankbilanzen verloren, die sich mittlerweile zu einem Schuldenberg von 360 Mrd. Euro auftürmen: zunächst bei der Einrichtung des Rettungsfonds Atlante und dann bei der Begegnung der Herausforderung der Regionalisierung und Fragmentierung eines Bankensystems, dessen Strukturen teils noch auf die Renaissance zurückgehen.

Für die Anleger sind nun viele Fragen bezüglich der Rekapitalisierung der Bankinstitute und der politischen Stabilität in Italien offen: Bail-in (finanziert von den Aktionären, Gläubigern und Sparern), Bail-out (finanziert vom italienischen Staat, unter Missachtung aller neuen Regeln zur Bankenabwicklung) oder einfach "bye-bye" für Matteo Renzi, wenn in diesem Herbst das Referendum über die Reform der Parlamentskammern stattfindet.

Zu den Sorgen über ein britisches Systemrisiko gesellen sich heute jene über ein wiedererstarktes Systemrisiko in Italien. Der Schlüssel dafür, dass endlich wieder ein bisschen Gelassenheit Einzug in die Finanzmärkte hält, liegt nach wie vor in Europa. Dabei ist durchaus damit zu rechnen, dass noch so mancher Sturm der Panik über die Sommeridylle hinwegfegen wird.

Igor de Maack, Fondsmanager und Sprecher Portfoliomanagement, am 8. Juli 2016.

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Nachdem der Brexit bereits seine beiden ersten Opfer gefordert hat (das britische Pfund und die europäischen Aktienmärkte), gerät nun der britische Immobilienmarkt in eine Liquiditätskrise: Eine Reihe namhafter Vermögensverwalter mussten die Rücknahme von Anteilen an ihren offenen Immobilienfonds (mit einem Vermögen von zusammen zwischen 15 und 20 Mrd. Euro) aussetzen. Dies dürfte so manchen daran erinnern, dass die Blasenbildung in einer Anlageklasse früher oder später immer dazu führt, dass Luft abgelassen wird. Ein Vermögenswert lässt sich nur dann als sicherer Anlagehafen bezeichnen, wenn seine Wertentwicklung nicht von seinen greifbaren Fundamentaldaten losgelöst ist.

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