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Freihandel TTIP und CETA - Mehrheit der deutschen Ökonomen für Freihandelsabkommen

27.07.2016, 17:28  |  1743   |   |   

Viele Bundesbürger stehen den Freihandelsabkommen TTIP mit den USA und CETA mit Kanada skeptisch gegenüber. Anders die deutschen Ökonomieprofessoren. Sie sprechen sich mehrheitlich für die beiden Handelsabkommen aus.

Investorenschutzklauseln, Genmais und Chlorhühnchen auf deutschen Tellern, keine Mitspracherechte… Dies und mehr führen die Gegner der Freihandelsabkommen mit dem USA oder Kanada ins Feld. Zuletzt goss auch noch die EU-Kommission mit der Forderung Öl ins Feuer, das CETA-Abkommen als reines EU-Abkommen einzustufen. Damit wäre eine Ratifizierung durch die nationalen Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten nicht erforderlich. Aufgrund heftiger Proteste räumte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker ein, dass eine Ratifizierung durch die nationalen Parlamente in Erwägung gezogen werden müsse.

Ökonomen: Freihandel steigert Wohlfahrt

Die deutschen Ökonomieprofessoren hingegen, zeigen sich weniger skeptisch. Nach dem aktuellen Ökonomenpanel des ifo Instituts und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ befürworten rund 72 Prozent der 124 teilnehmenden Professoren das Abkommen mit Kanada (CETA) und  rund zwei Drittel das Abkommen mit den Vereinigten Staaten (TTIP). Für die befragten Professoren stünden vor allem die wirtschaftlichen Vorteile beider Abkommen im Vordergrund, erklärt Niklas Potrafke, Leiter des ifo Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie, die Ergebnisse: "Freihandel steigert die Wohlfahrt. Jeder Partner produziert das, was er besonders gut kann."
 
Eine Zweidrittelmehrheit hält den Abschluss von CETA für "wahrscheinlich" oder "sehr wahrscheinlich". Die TTIP-Verhandlungen sehen die Ökonomen dagegen mehrheitlich als gescheitert. Nur 28 Prozent schätzen einen Abschluss als "wahrscheinlich" ein. Über die Hälfte der Befragten erwartet im Falle eines Scheiterns der Abkommen mittelfristig negative Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft.



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Kommentare

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derdieschnautzelangsamvollhat
01.09.16 09:16:19
Nach Frankreich zeigt auch Österreich TTIP die rote Karte. Gabriel hat die Verhandlungen zwar ebenfalls für gescheitert erklärt; nur gibt es weder einen Konsens mit der Union, noch mit den Wirtschaftsverbänden....



Am Mittwoch betätigte dann auch der bis zuletzt TTIP- freundliche Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner die Notbremse. Die Umsetzung sei de facto ausgeschlossen. Der ÖVP- Vizekanzler erteilte TTIP in der derzeitigen Form eine klare Absage: "Es muss einen Verhandlungsstopp und Neustart geben. Und das erst nach der US- Präsidentenwahl, bei der die Karten ja ganz neu gemischt werden."


Am Mittwoch betätigte dann auch der bis zuletzt TTIP- freundliche Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner die Notbremse. Die Umsetzung sei de facto ausgeschlossen. Der ÖVP- Vizekanzler erteilte TTIP in der derzeitigen Form eine klare Absage: "Es muss einen Verhandlungsstopp und Neustart geben. Und das erst nach der US- Präsidentenwahl, bei der die Karten ja ganz neu gemischt werden."

Mitterlehners Fazit: "Nur die kühnsten Optimisten glauben noch an einen Abschluss im heurigen Jahr." SPÖ- Kanzler Christian Kern bestätigte diese eindeutige Regierungshaltung: "Unter dem Deckmantel des freien Handels kommt es zu einer massiven Machtverschiebung zugunsten globaler Konzerne. Und das zulasten der demokratischen Mitbestimmung und der Nationalstaaten. Umweltstandards, Sozialstandards, aber auch unsere Wirtschaft und Beschäftigung würden dadurch unter Druck geraten."


Schön, das es noch Demokratien wie Österreich gibt, die vor allem transparente Verhandlungen fordern; und sich nicht bis zur Selbstaufgabe den Märkten und US-Interessen unterwerfen.

http://www.krone.at/oesterreich/die-vernunft-hat-gesiegt-oes…
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chaosgegner
28.07.16 13:13:07
Der gravierende Unterschied zwischen der Meinung der Professoren und der des "Volkes" ist:

Professoren werden für ihre Meinung bezahlt (von wem wohl?), die Bürger denken mit, hören auf ihren Bauch und erinnern sich an Vieles, was ihnen als vorteilhaft und gut einst von Politikern versprochen wurde!
Und: sie möchten nicht noch mehr ihres sauer verdienten Geldes ans Großkapital verschenkt sehen.

So einfach ist das!
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webspy
28.07.16 11:25:16
Ja, ja, die Ökonomieprofessoren...

Wo bitte sind denn die neuen Konzepte der Herren "Professoren"? Langsam habe ich das Gefühl, dass mit Marktmechanismen des 19. Jhds. die Probleme des 21. Jhds. gelöst werden sollen. Wo das Ganze hinführt sieht man ja an der tollen Zinspolitik der EZB und anderer Notenbanken. Das billige Geld kommt doch ohnehin schon nur den Großbanken zur Hilfe.

Ich kann die Aussagen, wie "Freihandel steigert die Wohlfahrt." schon nicht mehr hören. Haben denn die Herren keine neuen Ideen. Schon mal an "Wohlstandssättigung" gedacht? Selbst wenn Fernseher, Autos, etc. noch so billig werden würden, was bitte soll ich mit einem dritten, vierten oder fünften Auto? Noch ein Fernseher, wo ich ohnehin schon drei habe?

Der Markt und dessen Mechanismen haben sich geändert, nur haben die Herren Professoren in ihren Elfenbeintürmen die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt.

Und unsere Politiker sind wie die Lemminge - laufen denen hinterher, die Ihnen den größten Segen versprechen, statt endlich mal selbst nachzudenken.

Ich kann nur twoersd beipflichten. In der Ganzen Debatte hört man immer:
1. Es ist ein Vorteil für die Wirtschaft
2. Der Handel hat nur Vorteile
3. Es werden Arbeitsplätze geschaffen
4 ...
Wo bitte bleibt hier der Bürger und SEIN WOHL???? Mit solchen Argumenten kann ich niemanden mehr überzeugen, außer diejenigen, die noch immer "obrigkeitshörig" sind.

Bitte verschont mich mit solchen billigen Aussagen...
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Jogibaer1964
28.07.16 11:04:46
Die zukünftige Zeche zahlt hier der dt. Steuerzahler - somit sollte vorrangig auch dieser befragt werden!

Diese Ökonomen täten besser daran, einfach die Klappe zu halten!

In USA entsteht gerade eine milliardenschwere Einrichtung aus arbeitslosen Winkeladvokaten, welche einzig und alleine darauf spezialsiert sind, unsere Steuersysteme mit der Einführung von CETA, TTIP und Konsorten zu ihrem persönlichen Vorteil auszusaugen! Quelle: http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/1100931
Sehr interessante Reportage über die wahren Hintergründe! Eventuell noch über die Mediathek verfügbar

Hier wird zukünftig letztendlich nur der nichtamerikanische Steuerzahler gef****t!
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twoersd
28.07.16 10:00:21
"Für die befragten Professoren stünden vor allem die wirtschaftlichen Vorteile beider Abkommen im Vordergrund" - das sagt ja wohl alles. Die Folgen für die Menschen spielen offensichtlich keine Rolle.

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Freihandel TTIP und CETA - Mehrheit der deutschen Ökonomen für Freihandelsabkommen

Viele Bundesbürger stehen den Freihandelsabkommen TTIP mit den USA und CETA mit Kanada skeptisch gegenüber. Anders die deutschen Ökonomieprofessoren. Sie sprechen sich mehrheitlich für die beiden Handelsabkommen aus.

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